The Suitcase - Verloren in Moers
Musiktheater in vier Teilen
2017/18




Als neues feXm-Projekt in Kooperation mit dem Schlosstheater Moers wählte die Fachjury das Multimedia-Projekt "The Suitcase" des französischen Komponisten François Sarhan aus. Während der feXm die Projektentwicklung mit bis zu 100.000 Euro fördert, bietet das Schlosstheater Moers für mehrere Produktionsphasen den dauerhaften Arbeitsort und stellt neben Werkstätten auch künstlerisches Personal zur Verfügung.

Die Arbeiten des französischen Komponisten François Sarhan zielen häufig in den Bereich intermedialer Formen. Oft betätigt er sich dabei gleichzeitig auch als Texter, Bildender Künstler, Regisseur und Performer. So auch bei seinem Mixed-Media-Projekt "The Suitcase", das vom feXm in der Spielzeit 2017/2018 innerhalb von fünf Arbeitsphasen gemeinsam mit dem Schlosstheater Moers produziert wird. Dabei setzt sich das Projekt aus vier unterschiedlichen Teilen zusammen, die im Oktober und Dezember 2017 sowie im März und Juni 2018 vorgestellt werden.

Innerhalb der Erzählform einer Detektivkomödie, deren Handlung in der Festivalstadt Moers angesiedelt ist, betreibt "The Suitcase" ein surrealistisches Vexierspiel um Obsession, Realitätsverlust und Metamorphose. Zu den Schauspielern des Schlosstheaters gesellt sich ein Ensemble von Musikern aus dem Bereich zeitgenössischer Musik. Elemente von Film treffen dabei auf solche von Installation und Performance.




Lecture / Performance / Konzert / Multimedia

UA am 06./07. Oktober 2017 jeweils um 19.30 Uhr

Schlosstheater Moers, Studio

 

Vier Personen befinden sich auf der Jagd nach einem Koffer in François Sarhans vierteiligem Musiktheater "The Suitcase – Verloren in Moers". Jede will ihn aus anderen Gründen und jede hat ihre eigene Sicht auf die Geschehnisse, in die sie gemeinsam hierbei verwickelt werden. Immer neu geht es in den einzelnen Teilen dieses zyklischen Projekts so um dieselben Ereignisse, ständig aber ergibt sich aus ihnen eine andere Geschichte.


"The Suitcase" beginnt als neue Produktion des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) im Oktober mit einem Vorspiel, dessen Hauptfigur der Autor selber ist. Spielen die folgenden Teile in der Stadt Moers, so ist der erste im Karstadt des Berliner Wedding verortet, wo Sarhan seinen Charakteren zum ersten Mal begegnet. Als Geschichte hinter der Geschichte von »The Suitcase« bildet dieser Abend eine Art Rahmenhandlung. Unentwirrbar vermischen sich dabei schon hier Realität und Täuschung.


Mit:

François Sarhan, Sprecher

Adam Rosenblatt, Percussion

Kobe van Cauwenberghe, Gitarre

Ernst Surberg, Keyboard

Frederik Sakham, Kontrabass


und filmischen Auftritten von

Janina Akhmetova, Magdalene Artelt, Patrick Dollas, Lena Entezami, Matthias Heße, Ernst Surberg, Frank Wickermann

 


Schlosstheater Moers - "The Suitcase - Verloren in Moers #1: Prolog © Bettina Engel-Albustin / fotoagentur ruhr moers




Am 14. / 15. Dezember 2017, 19:30 Uhr
Schlosstheater Moers


Regie / Text / Bühne / Komposition: François Sarhan


Mit:
Magdalene Artelt (Frau Schmidt), Ernst Surberg (Ernst)
Sabine Akiko Ahrendt (Violine), Annegret Mayer-Lindenberg (Viola)
François Sarhan (Performance)



Wer ist Bobok, Ernst Schmidts mysteriöser Doppelgänger? Existiert er wirklich oder ist er ein Produkt seiner Phantasie? Warum wird Frau Schmidt von der Polizei verhört? Kannte sie den toten Taxifahrer Michael Schmuk, ohne dass Ernst davon wusste? Oder wusste Ernst? War also Schmuks Tod womöglich kein Unfall?
Vier Personen befinden sich auf der Jagd nach einem Koffer in François Sarhans vierteiligem Musiktheater »The Suitcase – Verloren in Moers«. Jede will ihn aus anderen Gründen und jede hat ihre eigene Sicht auf die Geschehnisse, in die sie gemeinsam hierbei verwickelt werden. Immer neu geht es in den einzelnen Teilen dieses zyklischen Projekts so um dieselben Ereignisse, ständig aber ergibt sich aus ihnen eine andere Geschichte.
Im Zentrum des zweiten Teils »Der Unfall« steht die Frau des Protagonisten Ernst, verkörpert von der Schauspielerin Magdalene Artelt aus dem Ensemble des Schlosstheaters. Ernst Surberg, der gleichzeitig Klavier spielt, ist Ernst Schmidt. Sabine Akiko Ahrendt und Annegret Mayer-Lindenberg vom Kölner Ensemble Garage agieren als Streichduo.



Schlosstheater Moers - The Suitcase - Verloren in Moers #2: Der Unfall, © Bettina Engel-Albustin / fotoagentur ruhr moers


Schlosstheater Moers - The Suitcase - Verloren in Moers #2: Der Unfall, © Bettina Engel-Albustin / fotoagentur ruhr moers


Schlosstheater Moers - The Suitcase - Verloren in Moers #2: Der Unfall, © Bettina Engel-Albustin / fotoagentur ruhr moers



Am 17. März 2018, 19:30 Uhr
Schlosstheater Moers

Regie / Text / Bühne / Komposition: François Sarhan
Dramaturgie: Roland Quitt (feXm), Larissa Bischoff

Mit:
Sabine Akiko Ahrendt (Strohgeige), Annegret Meyer-Lindenberg (Strohviola),
Ernst Surberg (Keyboard),
Patrick Dollas, Lena Entezami, Matthias Heße (Schauspieler)
François Sarhan (Live Video)

Nach den ersten zwei spannenden Teilen von »The Suitcase« im Herbst 2017 befindet sich auch im dritten Teil »Trolle und Menschen« noch immer die halbe Stadt Moers auf der Jagd: nach einem Koffer, den jeder besitzen will – obwohl wir als Zuschauer noch immer nicht wissen, was sich in ihm verbirgt. Wie sich inzwischen herausstellte, arbeiten seltsamerweise alle im Auftrag derselben Person, einer mysteriösen Russin. Allerdings betreibt jeder dabei sein eigenes falsches Spiel. Im Mittelpunkt von »Trolle und Menschen« steht der Taxifahrer Schmuk, der sogar seiner Lebensgefährtin Monika nicht mehr traut und dem seine Paranoia zum Verhängnis wird. Die Aufführung verfolgt ihn über den Tod hinaus bis hinein in die Hölle der Taxifahrer, wo die furchtbarsten aller musikalischen Torturen auf ihn warten.

In einer Produktion des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) mit dem Schlosstheater Moers verwirklicht der Komponist und Bildende Künstler Francois Sarhan sein vierteiliges Musiktheater-Projekt »The Suitcase – Verloren in Moers«. Innerhalb der Erzählform einer Detektivkomödie, deren Handlung in Moers angesiedelt ist, betreibt »The Suitcase«, ein surrealistisches Vexierspiel um Obsession, Realitätsverslust und Metamorphose. Elemente von Film treffen auf solche von Installation und Performance.



Am 08./09.06.2018, 19:30 Uhr

Schlosstheater Moers


Zum krönenden Abschluss der vierteiligen feXm-Musiktheaterreihe „The Suitcase – Verloren in Moers“ sind nun alle Teile der Geschichte an einem Abend zu erleben. Wie geht die Jagd nach dem mysteriösen Koffer weiter, die bereits einige Opfer gefordert hat? Was sind unsere Protagonistinnen und Protagonisten bereit zu riskieren und vor allem: Ist der Koffer in Wahrheit ein geheimer Doppelagent?


Der Komponist und Bildende Künster François Sarhan kreiert mit seinem intermedialen Musiktheaterprojekt ein surrealistisches und unterhaltsames Vexierspiel um Obsession, Realitätsverlust und Metamorphose. Elemente von Film und Musik treffen auf solche von Schauspiel und Performance. Zu den Schauspielerinnen und Schauspielern des Schlosstheaters gesellt sich ein Ensemble aus dem Bereich zeitgenössischer Musik.



Regie / Text / Bühne / Komposition / Film: François Sarhan
Dramaturgie: Roland Quitt (feXm), Larissa Bischoff
Mit: Sabina Akiko Ahrendt, Magdalene Artelt, Patrick Dollas, Lena Entezami, Matthias Heße, Annegret Mayer-Lindenberg, Ernst Surberg


Der „Fonds Experimentelles Musiktheater“ ist eine gemeinsame Initiative von NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW.


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François Sarhan, geboren 1972 in Rouen, gehört zu den originellsten Vertreter*innen neuer Formen im Musiktheater. Wie im vorliegenden Projekt betätigt er sich oft gleichzeitig als Komponist, Texter, Bildender Künstler, Regisseur und Performer. Stücke Sarhans wurden u. a. bei den Donaueschinger Musiktagen, dem Berliner Festival MaerzMusik, beim Festival d’Aix-en-Provence, bei der Ars Musica Brüssel, beim Festival Musica Strasbourg, beim Brighton Festival und bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt.




Mit dem Fonds Experimentelles Musiktheater [feXm] bieten das NRW KULTURsekretariat und die Kunststiftung NRW seit 2005 Teams von TheatermacherInnen die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Schauspiel- und Opernhäusern in NRW experimentelle Musiktheaterprojekte zu realisieren. Seit 2015 richten sich die vom Fonds getragenen Projekte auf eine prozessorientierte und ergebnisoffene Arbeit, jeweils mit mehreren öffentlichen Vorstellungen.



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