Auftragskompositionen der Kunststiftung NRW: Enno Poppe


Zum Förderprofil der Kunststiftung NRW gehören im Fachbereich Musik Werkaufträge, die die Stiftung an Komponisten und Komponistinnen in oder aus NRW vergibt oder mitfinanziert.


Uraufführungen erleben diese Werke u.a. in der eingeführten und von der Stiftung initiierten Reihe „musikfabrik im WDR“ im Funkhaus am Wallrafplatz. Mit ihrer Förderung ermöglicht die Kunststiftung NRW die Erweiterung des kompositorischen Spektrums im 21. Jahrhundert, unterstützt Künstlerinnen und Künstler in ihrem kompositorischen Schaffen und erweitert zugleich die Ausdrucksvielfalt der Konzertprogramme.


Am 27. Februar 2016 findet im Rahmen der oben genannten Reihe das 57. Konzert statt, unter anderem mit einer von der Kunststiftung NRW und der Musikfabrik beauftragten Komposition von Enno Poppe, der auch die musikalische Leitung des gesamten Konzerts innehat.



Enno Poppe studierte Dirigieren und Komposition an der Hochschule der Künste Berlin, u.a. bei Friedrich Goldmann und Gösta Neuwirth. Es folgten weiterführende Studien im Bereich Klangsynthese und algorithmische Komposition an der TU Berlin und am ZKM Karlsruhe. Seit 1998 ist er Dirigent des ensemble mosaik, zudem dirigiert er regelmäßig das Klangforum Wien, das Ensemble musikFabrik und das Ensemble Resonanz. Nach einer Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin (2002-2004) unterrichtete Enno Poppe zwischen 2004 und 2010 mehrfach bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und den Kompositionsseminaren der Impuls Akademie in Graz.


Weitere Informationen zu dieser Konzertreihe finden Sie hier.


Allgemeine Informationen: www.musikfabrik.eu




Am 15. Februar 2016 gelangte im Rahmen des 6. Sinfoniekonzerts des Sinfonieorchesters Wuppertal die Komposition „The cloud-capp’d tow‘rs“ von Lutz-Werner Hesse zur Uraufführung.


 


Lutz-Werner Hesse wurde 1955 in Bonn-Bad Godesberg geboren. Er studierte zunächst Schulmusik und Komposition bei den Professoren Günter Fork und Jürg Baur an der Kölner Musikhochschule, später noch Musikwissenschaft, Lateinische Philologie und Alte Geschichte an der Universität zu Köln, wo er auch promoviert wurde. Seit 1984 ist er hauptamtlicher Dozent, heute Professor, am Standort Wuppertal der Hochschule für Musik und Tanz Köln für die Fächer Musikwissenschaft, Musiktheorie und Gehörbildung und seit 2009 auch der Geschäfstführende Direktor des Standorts.


Allgemeine Informationen: www.wuppertaler-buehnen.de




Bereits am 1. Februar 2016 fand – in der Hamburger Laeiszhalle – die Uraufführung des Werkes „Cella Memoriae“ des in Düsseldorf lebenden Komponisten Sven-Ingo Koch statt.


Koch studierte Komposition in Essen, San Diego und Stanford, u.a. bei Nicolaus A. Huber, Roger Reynolds und Brian Ferneyhough, Computer-Komposition am ICEM bei Dirk Reith und außerdem Klavier und Musikwissenschaft. 2002/03 hatte er in Stanford Lehrauftrag für Komposition als Assistent Brian Ferneyhoughs inne. Neben Aufführungen durch große Orchester wie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Tokyo Symphony Orchestra wird seine Musik regelmässig von Ensembles wie dem Ensemble Modern, der Musikfabrik, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Resonanz, dem Ensemble Recherche, den Neuen Vocalsolisten oder dem Auryn, dem Sonar und dem Vogler Quartett vorgestellt.


Allgemeine Informationen: www.ensembleresonanz.com