Karlheinz Stockhausen: INORI. Anbetung für zwei Solisten und grosses Orchester



Das Lucerne Festival widmet Karlheinz Stockhausen beim Sommer-Festival 2018 eine große Hommage: INORI – eines von Stockhausens wichtigsten Orchesterwerken – wird neu belebt. Neue Künstlerinnen und Künstler sollen dafür ausgebildet werden, um das Stück für die Zukunft aufzubereiten, damit dieses einzigartige Werk weiterleben kann.


«Die neue Funktion der Musik muss eine religiöse sein», verkündete Karlheinz Stockhausen bereits in jungen Jahren. Doch erst in den 1970ern, bestärkt durch die Begegnung mit Ostasien und dem Zen-Buddhismus, trat die geistlich-spirituelle Orientierung seines Schaffens deutlich zutage … und irritierte Stockhausens Avantgarde-Kollegen, die ganz auf die politische Dimension der Kunst fixiert waren. In INORI (der japanische Titel bedeutet «Gebet, Anrufung») thronen zwei Tanzmimen hoch über dem 89-köpfigen Orchester auf einem Gerüst. Dort unterlegen sie die Musik mit Gebetsgesten, die Stockhausen verschiedenen Religionen entlehnte und für die er eine eigene Notation entwickelte. Diese ritualhaften Bewegungsabläufe einzustudieren, braucht indes Zeit. Und so bereiten sich zwei junge Tänzerpaare seit vergangenem Sommer auf die beiden Luzerner Aufführungen vor, angeleitet von Alain Louafi und Kathinka Pasveer, die eng mit Stockhausen zusammengearbeitet haben. (Text: Lucerne Festival)



Termin:


Karlheinz Stockhausen (1928–2007) INORI. Anbetung für zwei Solisten und grosses Orchester
Schweizer Erstaufführung

02. September 2018 um 17 Uhr

KKL Luzern, Luzerner Saal


Jamil Attar  Tänzer-Mime
Emmanuelle Grach  Tänzer-Mimin
Paul Jeukendrup  Klangregie
 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier



Die Veranstaltung wird von der Kunststiftung NRW gefördert.



Medienecho:


Luzerner Zeitung, Brugs Klassier, NZZ am Sonntag, Tages-Anzeiger / Basler Zeitung
















NMZ vom 01.09.2018
 

Lucerne Festival Pressemeldung
 

Basler Zeitung vom 04.09.2018
 

Süddeutsche Zeitung vom 06.09.2018
 

report-k.de vom 13.09.2018
 

Der Tagesspiegel vom 16.09.2018