CRUSH.haus.100, Krefeld




Das 1919 gegründete Bauhaus prägte die Kunst der Moderne und die Auswirkungen sind bis heute hinein zu spüren. Diesen Auswirkungen nachsinnend hat das Ensemble CRUSH in Kooperation mit dem Projekt MIK e.V. ein elektronisch-instrumentales Programm mit dem Titel „CRUSH.haus.100“ erarbeitet. Dabei steht der Krefelder Pavillon des Künstlers Thomas Schütte im Zentrum, eine begehbare Skulptur, die im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an das Bauhaus-Gründungsjahr vor 100 Jahren eröffnet wird. Schütte selbst sagt über sein Kunstwerk: „Der Pavillon ist nicht Bauhaus, sondern eine Bauhütte; wie zwischen Pferdestall und Tanzpalast; man weiß es nicht.“


Im Programm soll der Pavillon in seinen verschiedenen Facetten auf musikalische Art und Weise erlebbar werden. Durch die Kombination von Konzert und Klanginstallation soll der Materie gewordene schöpferische Gedanke nicht nur sichtbar, sondern auch hör- und erlebbar gemacht werden.


Ein zweites Konzert mit diesem Programm wird in Duisburg, der Heimat des Ensembles CRUSH, stattfinden. Seit 2016 hat das Ensemble einen festen Sitz im „EarPort“ (Ort der experimentellen Musik und Performance) im Duisburger Innenhafen, wo es auf Einladung der Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim als „Ensemble in Residence“ tätig ist. Im Rahmen der eigenen Konzertreihe „CRUSH Hour“ wird auch das Programm „CRUSH.haus.100“ aufgeführt. Die Weitläufigkeit der Außenanlagen des „EarPort“ bietet die Möglichkeit, das Klangerlebnis des Soundwalks noch einmal auf eine andere Weise zu erfahren.



Ensemble CRUSH:

 

Pia Marei Hauser: Flöte / Kyusang Jeong: Klarinette / Karin Nakayama: Violine / Andrei Simion: Violoncello / Slavi Grigorov: Akkordeon, Marin Petrov: Klavier / Lukas Tobiassen: Klangregie / Peter Gahn: künstlerische Leitung


Das Ensemble CRUSH [to crush (engl.) –brechen, zermalmen; im Sinne von: etwas brechen um es neu zusammenzusetzen] hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2013 der zeitgenössischen Musik und ihren klanglichen und performativen Ausdrucksmöglichkeiten verschrieben. Seine Mitglieder kommen aus fünf verschiedenen Ländern, haben alle im Ruhrgebiet ihre musikalische Heimat gefunden und seit der Gründung des Ensemble CRUSH als Solist*innen und in kleineren Besetzungen in etlichen Konzerten und bei Festivals gespielt. Das Ziel des Ensembles ist es, neben der Bildung eines Repertoires bereits existierender Werke der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts mit ausgefallener oder variabler Besetzung, etablierte und junge Komponist*innen für neue Stücke zu gewinnen. Für die Musiker*innen bedeutet gemeinsames Musizieren gleichzeitig kommunikativ und kompromisslos zu agieren – im vollen Bewusstsein sowohl um den eigenen, persönlichen musikalischen Hintergrund als auch um die Mitspieler*innen sollen bestehende Grenzen ausgelotet und neue Klang-, Ausdrucks-und Aufführungsmöglichkeiten gesucht und gestaltet werden.


Text: Ensemble Crush



Weitere Informationen zum Programm und zu den Mitwirkenden entnehmen Sie den beigefügten PDFs im Download und finden Sie hier >

 

 Das Projekt wird von der Kunststiftung NRW gefördert.

 






CRUSH.haus.100 Programmübersicht
 

CRUSH.haus.100 Über das Projekt und die Mitwirkenden