HuppOmelchukReitmayer: Why Rabbit Why?


Foto: HuppOmelchukReitmayer und Nina Gschlößl



Say hi to the band. Dance. Touch a band member. Sway on the spot in the blinding light. Absorb the rhythm. Jump. Get lost in the moment. Propose to at least one of the band members. Cheer for encore. Hear them out then say goodbye.


Ein ungestilltes Bedürfnis, ein leicht versetzter Fokus, ein Trotzdem und ein Jetzt Erst Recht, kein "einfach so". Eine exakte Inszenierung des unbeholfenen Dazwischens, rauschhaft schwebend, nie vollendet. Ein Stück Musiktheater mit Zwischenräumen, Pausen, Unterbrechungen und Lücken. Ein einziges Fiasko, ein perfekter Abend. Und dann alles nochmal.


WHY RABBIT. WHY? dreht sich um den Einfluss dessen, was erst durch seine Abwesenheit merklich wird. Um das Empfinden der unbestimmten Lücke, die den Fokus immer wieder leicht versetzt, dabei aber nicht greifbar bleibt. Ein empfundener Mangel, von dem nicht auszumachen ist, ob wirklich etwas fehlt, oder ob er vielmehr durch einen Überfluss, durch ein überlagerndes Zuviel entsteht. Ein diffuses Gefühl, das sich der Definition entzieht und doch in uns verbaut zu sein scheint. Aber stellt die Lücke zwingend einen Verlust oder ein Unvermögen dar? Ist nicht vielmehr ein Traum, eine Sehnsucht, ein Wunsch, ein Verlangen auch eine Lücke. Letztlich wird sie zum Antrieb.


Mit Theresa Hupp und Oxana Omelchuk auf der Szene und Sandra Reitmayer im Off entsteht ein multidisziplinäres Bühnenstück, das der Lücke in unserem Leben nachgeht. Bewegung, Text, Klang und installative Elemente fokussieren was fehlt und die Auswirkungen auf die Balance des Ganzen. Wie begegne ich einem absenten Etwas? Der Raum deutet eine Popkonzertbühne an. Ein Setup das sich nicht entscheidet, ob es eine große Show abliefert oder nur Gerippe, nur Behauptung ist. Denn wie geht man mit dem Empfinden der Lücke um? Man füllt sie. Man behauptet, wo man Erfüllung ersehnt.


The show must go on.


Bewegungen drehen sich in Mustern, denen etwas fehlt. Ein Changieren zwischen exakter Komposition und linkischem Bruch. Die Behauptung wechselt sich ab mit dem tatsächlichen Moment. Ein großartiges Angebot, von dem offenbleibt, ob es sich einlöst. Stilistisch orientieren wir uns an der Gestik einer Frontfrau auf der Bühne, synchronisierten Popchoreographien und dem Moment in dem sich der Körper aus der vorgefertigten Schiene löst.



SONDER:SAMMLUNG:HuppOmelchukReitmayer:


Jedes SONDERstück entsteht durch die Arbeit einer von Hupp initiierten SAMMLUNG verschiedener Künstler*innen und ist basisdemokratisch und spartenübergreifend angelegt.


Theresa Hupp, Tänzerin und Performerin, arbeitet auf einem weiten stilistischen und ästhetischen Spektrum. Seit 2014 produziert sie Bühnenstücke - seit 2017 in SAMMLUNGEN.


Oxana Omelchuk, Komponistin, kreiert Stücke für Musiktheater, Chor, Orchester und Soloinstrumente. Zuletzt arbeitete sie mit dem belgischen Ensemble ICTUS und war Stipendiatin der Villa Aurora, Los Angeles.


Sandra Reitmayer ist Regisseurin. Ihre künstlerische Ausdrucksweise findet zunehmend einen Schwerpunkt im aktuellen Musiktheater. Mit Lisa Balzer und Charlotte Kath bildet sie das Kollektiv „undBorisundSteffi“.



PRODUKTIONSINFORMATIONEN:


Kreation & Künstlerische Leitung: HuppOmelchukReitmayer
Tanz, Musik: Theresa Hupp, Oxana Omelchuk
Regie: Sandra Reitmayer
Komposition: Oxana Omelchuk
Dramaturgie: Immanuel Bartz
Licht: Boris Kahnert
Mit besonderem Dank an Constantin Herzog



WHY RABBIT. WHY? wird gefördert durch das Kulturamt Köln und die Kunststiftung NRW. Mit freundlicher
Unterstützung durch ON - Neue Musik Köln und das ZAIK Residenzprogramm 2019.


(Text/Angaben: SONDER:SAMMLUNG:HuppOmelchukReitmayer)



Termine:


Uraufführung: 7. Februar 2019 um 20 Uhr

Weitere Termine: 8./9. Ferbruar um 20 Uhr, 10. Februar um 18 Uhr
Ort:


Orangerie – Theater im Volksgarten

Volksgartenstraße 25

50677 Köln