Amirhossein Mashaherifard: Aftermath


Amirhossein Mashaherifard, Aftermath



Es gibt Ereignisse im Leben, die alles verändern. Plötzliche, unabsehbare Wendepunkte, nach denen eine Rückkehr zum vorherigen Stand der Dinge nicht mehr möglich und die Auswirkungen für die Zukunft noch nicht absehbar sind. Biografien, Gesellschaften und selbst Geschichte sind danach nicht mehr dieselben. Das Momentum dieser Augenblicke, die alles Vorangegangene für immer verändern, beschreibt Aftermath.


Mit Tanz, Sprache, Sound und Bild arbeitet das Stück an dem Phänomen dieser situativen Zwischenzeit und den langen Nachwirkungen ihrer erbarmungslosen Progression. Eine Geburt, ein tödlicher Verlust, ein revolutionärer Moment, ein Unfall oder eine Erfahrung von Gewalt und Verletzbarkeit konfrontiert uns mit dieser Erlebnisdimension von Realität. Sind diese Momente aufrufbar, manifestierbar in Gestalt von Gesten, Sprache, Körpern und Medien? Können wir uns des Potentials dieser Ereignishaftigkeit bemächtigen?


Amirhossein Mashaherifard ist ein junger Künstler aus Teheran, der dort an der renommierten Soore Universität studierte. Eine der bemerkenswertesten Episoden der Truck Tracks Ruhr, die von Rimini Protokoll 2016 in Zusammenarbeit mit dem Ringlokschuppen Ruhr und Urbane Künste Ruhr auf die Reise geschickt wurden, stammt von ihm. In den vergangenen Jahren war er Mitglied des Studiengangs der Szenischen Forschung an der Ruhr-Universität Bochum und ist Mitbegründer des Performance-Kollektives tehran re:public. 2019 entsteht Aftermath als interdisziplinäre Arbeit in Koproduktion mit dem Ringlokschuppen Ruhr.


Text: Ringlokschuppen Ruhr



DARAMATURGIE: Shahab Anousha // MUSIK: Rasmus Norholt-Frieling // PERFORMER*INNEN, TÄNZER*INNEN: Elsa Artmann, Pooyesh Frozandeh // TEXT: Philipp.Blömeke // VIDEO: Anooshiravan Aria // CHOREOGRAPHIE, REGIE: Amirhossein Mashaherifard