Ursina Tossi: Blue Moon


Foto (c) Anja Winterhalter



Die Werwölfin ist weder Mensch noch Tier. Sie ist Phantasma. Sie lebt. Sie hat animalische Kraft, ihr Körper macht strukturelle Gewalt sichtbar – und kehrt sie um. Sie rebelliert, sie frisst, sie ist völlig frei. Sie bedroht die Gemeinschaft. Sie ist Feindin. Sie verführt. Sie jagt. Ihr Körper ist eine Waffe. Durch die Möglichkeit der Verwandlung entzieht sie sich dem Einfluss kontrollierender, aber auch gemeinschaftlicher Instanzen. Ihr Körper verwandelt alles um sie in Wildnis: Überall um sie herum beginnt es zu wuchern, zu wachsen, auszu- ufern. Alles wird unheimlich und Finsternis breitet sich aus. BLUE MOON spielt mit der Figur der Werwölfin und ihren popkulturellen Bedeutungen aus Horror, Fantasy und Science Fiction Genres. Ursina Tossi, die sich spätestens mit BARE BODIES im vergangenen Jahr zu einer der wichtigsten Tanzschaffenden der Stadt choreografierte, interessiert sich für die Wandlungsfähigkeit dieses posthumanen Menschen-Tiers, das nach eigenen Regeln lebt. Sie deklariert die Bühne zum wilden Biotop, in dem plötzlich andere, zukünftige Körper auftauchen. Es entsteht ein Fest, das die Überwindung zerstörerischer Körperkultur und Körperbilder zelebriert. (Text: Blue Moon, Kampnagel Hamburg)




Künstlerische Leitung + Choreografie: Ursina Tossi
Tanz: Rachell Bo Clark, Anca Huma, Sarah Lasaki, Lisa Rykena, Ursina Tossi 
Bühne: Hanna Lenz
Kostüme: Nina Divitschek
Sound: Johannes Miethke
Visuals: Anja Winterhalter
Dramaturgie: Margarita Tsomou 
Licht: Ricarda Köneke
Produktion, Künstlerische Mitarbeit und PÖA: Stückliesel



Termine:


NRW-Premiere und Aufführungen am 23./24./25. November 2018


Tanzfaktur

Siegburger Straße 233 w

50679 Köln-Deutz



BLUE MOON ist eine Produktion von Ursina Tossi in Koproduktion mit Kampnagel, Tanzfaktur Köln, Ballhaus Ost Berlin. Weitere Termine: Kampnagel Hamburg, 17. bis 20. Oktober 2018; Berlin Ballhaus Ost, 22. und 23. März 2019.


Weitere Informationen finden Sie hier

Zum Trailer geht es hier



BLUE MOON wird von der Kunststiftung NRW gefördert.



Foto (c) Anja Winterhalter




taz vom 19.10.2018



Blue Moon