Bronner-Residency


Eine Brücke aufzubauen, das hatten die Initiatoren der Bronner-Residency, des Künstleraustauschs zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel, im Sinn, als sie ihr Programm im Jahr 2008 starteten. Seither führt die Kunststiftung NRW gemeinsam mit der in Düsseldorf ansässigen Stiftung der deutsch-israelischen Familie Bronner, dem Goethe-Institut und den Artists’ Studios Tel Aviv ein Artist-in-Residence-Programm in Düsseldorf und Tel Aviv durch. Aus der Projektpartnerschaft entstand im Verlauf der Jahre ein eng verwobenes Netz aus Freundschaft und Vertrauen. 26 Künstlerinnen und Künstler aus beiden Ländern haben mittlerweile für je ein halbes Jahr ihren Lebens- und Arbeitsplatz gewechselt. Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Deutschland“ wird eine Auswahl der Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der vergangenen Jahre unter dem Titel „Temporary Relocation“ im Herzliya Museum of Contemporary Art gezeigt. Die Ausstellung wurde am Samstag, 30. Mai 2015 eröffnet.


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Dr. Fritz Behrens während der Eröffnungsrede | Foto: Barbara Könches

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Zur Eröffnung waren prominente Gäste anwesend: Prof. Dr. H.C. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, Dr. Wolf Iro, Leiter des Goethe-Instituts Jerusalem/Tel Aviv und Moshe Fadlon, Bürgermeister von Herzliya, folgten der Einladung von Dr. Aya Lurie, Künstlerische Leiterin des Herzliya Museums ebenso wie die Familie Bronner und Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW, der die Eröffnungsansprache hielt. Auf der Gästeliste standen außerdem Dr. Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf, Daniela Steinfeld, Direktorin der Galerie van Horn, Düsseldorf, Thomas Sticker, Künstler aus Düsseldorf, Gerit und Reinhold Christiani sowie Dr. Barbara Könches, Fachbereichsleiterin Visuelle Kunst der Kunststiftung NRW und Gertrud Peters, Künstlerische Leitung KIT – Kunst im Tunnel Düsseldorf. Dort wird die Ausstellung ab Februar 2016 für drei Monate gezeigt.


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Barak Ravitz, Prof. Dr. H.C. Klaus-Dieter Lehmann, Dr. Fritz Behrens,

Gil Bronner, Hildegard Behrens (v.l.n.r.) | Foto: Barbara Könches

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Und natürlich waren die beteiligten Künstlerinnen und Künstler anwesend:


  • Angela Fette, Düsseldorf
  • Gil Yefman, Tel Aviv
  • Jens Pecho, Köln
  • Alma Itzhaky, Tel Aviv
  • Alexander Wissel, Düsseldorf
  • Nir Harel, Tel Aviv
  • Christoph Knecht, Düsseldorf
  • Barak Ravitz, Tel Aviv
  • Leunora Salihu, Düsseldorf
  • Rafram Chaddad, Tel Aviv
  • Sebastian Mejia, Düsseldorf
  • Uri Gershuni, Tel Aviv

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Hildegard Behrens, Gerit Christiani, Dr. Fritz Behrens, Dr. Barbara Könches,

Reinhold Christiani, Dr. Aya Lurie (v.l.n.r.) | Foto: Gertrud Peters

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Projektidee


Das der Projektidee zugrunde liegende Austauschprogramm ergab sich 2008 durch die persönliche Beziehung der deutsch-israelischen Familie Bronner mit der Kunststiftung NRW und dem Goethe-Institut. Und so prägten und prägen Werte wie Freundschaft und Vertrauen auf der einen Seite und Neugier, Ungewissheit und Erwartungshaltungen auf der anderen Seite das Projekt von Anfang an.


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Arbeit von Jochen Weber und Alex Wissel, Foto: BK | Foto: Barbara Könches

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Das Herzliya Museum of Contemporary Art in Israel hat sich gemeinsam mit den Projektpartnern und mit den seit Mitte 2012 involvierten Künstlerinnen und Künstlern auf den Weg gemacht, diese Werte und deren Bedeutung für eine Künstlerresidenz zu untersuchen: Was bedeutet es, als Künstler in dem jeweils anderen Land zu leben? Welcher Strukturen bedarf es, um eine Residency als fruchtbare, kreative Schaffensphase zu erleben?


Das Ziel der Projektpartner ist es, zum einen Begegnungen zwischen den befreundeten Künstlern zu initiieren, die dazu beitragen, sich an den Netzwerken der anderen zu beteiligen und weitere Künstler, Musiker und Literaten einzuladen.


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Arbeit von Nir Harel | Foto: Barbara Könches

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Wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird und seine Kreise ausdehnt, soll auch das Publikum in dieses „Rencontre“ einbezogen werden – also die Menschen, die eine Ausstellung sehen, Lesungen hören und Performances erleben, welche die deutsch-israelische Beziehung als eine lebendige, aktive Begegnung der jungen Generation spiegeln. Neben den persönlichen Begegnungen wird eine Internet-Plattform für einen ergänzenden virtuellen Austausch eingerichtet.


Ein ansprechendes und anspruchsvolles pädagogisches Begleitprogramm spricht darüber hinaus ganz junge wie auch ältere Menschen an, um sie in das Projekt der Freundschaft mit einzubeziehen. Zudem ist ein Katalog erschienen.


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Performance von Sebastian Mejia | Foto: Barbara Könches

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Das Titelbild auf der Startseite entstammt einer Kunstaktion von Rafram Chaddad.


Die folgenden Impressionen zeigen v.l.n.r.

  • Prof. Dr. H.C. Klaus-Dieter Lehmann bei der Eröffnungsrede | Foto: BK
  • Dr. Aya Lurie bei der Eröffnungsrede | Foto: BK
  • Arbeiten von Leunora Salihu | Foto: BK
  • Arbeit von Gil Yefman | Foto: BK
  • Arbeiten von Christoph Knecht | Foto: BK
  • Arbeiten von Barak Ravitz | Foto: BK
  • Fotographien von Uri Gershuni | Foto: BK
  • Gemälde von Alma Itzhaky | Foto: BK
  • Rafram Chaddad während seiner Kunstaktion | Foto: BK
  • Einzelausstellung Gili Avissar, ehemaliger Stipendiat, im Nahum Gutman Museum | Foto: BK
  • Dr. Barbara Könches und Gili Avissar im Nahum Gutman Museum | Foto: GP