Der fremde Raum. Angriffe, Verwandlungen, Explosionen | MARTa Herford


 

Ein dekonstruktiver Architekt ist nicht jemand, der Gebäude demontiert, sondern jemand, der den Gebäuden innewohnende Probleme lokalisiert. Die Form wird verhört.“ Mark Wigley

Acht internationale KünstlerInnen reagieren mit massiven Eingriffen, Umbauten und Verletzungen auf die eigenwillige und selbstbewusste Architektur des Museums Marta Herford.



Esther Stocker: Open Form, 2011, Installationsansicht Hunt Kastner Artworks, Prag (Foto: Ondrej Polak)



Mit den fließenden und tanzenden Formen ist Marta Herford immer wieder ein überraschender Ausstellungsort. Für seine bewegten Raumskulpturen ließ sich der Architekt Frank Gehry gerne von Künstlern inspirieren. Dieses Projekt kehrt die Beziehung nun um, indem internationale KünstlerInnen ihrerseits auf die Architektur reagieren und sie neu erfahrbar machen: Wuchernde Formen bedecken parasitengleich die Wände, Materialberge docken wie Raumschiffe an, Farben erobern explosionsartig die Oberflächen. Der fremd gewordene Raum macht die Energie des Schöpferischen erlebbar und entwickelt eine neue Poesie.



Stefan Eberstadt: Physical Instrument (for the Satisfaction of True Needs), 2010, Installationsansicht Montag-Stiftung, Bonn (Foto: Carsten Gliese)



Künstlerliste: Anastasia Ax, Peter Buggenhout, Stefan Eberstadt, Monika Grzymala, Henrique Oliveira, Arne Quinze, Esther Stocker, Christoph Weber



Allgemeine Informationen:  MARTa Herford


Dauer der Ausstellung:
29.10.2016-05.02.2017