Retrospektive Michael Buthe | S.M.A.K., Gent


In Kooperation mit dem Kunstmuseum Luzern und dem Haus der Kunst, München, zeigt das S.M.A.K., Gent, eine umfassende Retrospektive zum Werk von Michael Buthe.

"Meine Sonne ist für mich, wie alle Bilder, ein Gebrauchsgegenstand zum Sehen, zum Fühlen, zum Träumen, zum Sich-etwas-Klarmachen", beschreibt Michael Buthe (1944-1994) eines seiner wiederkehrenden, zentralen Motive.



Michael Buthe, Taufkapelle mit Papa und Mama, 1984, S.M.A.K. collection © Dirk Pauwels


Michael Buthe kannte keine Berührungsängste: Ausgehend vom deutschen Informel und der amerikanischen Minimal Art begeisterte er sich für außereuropäische Kulturen und setzte dem kühlen Konzept des Minimalismus ausgeprägte Sinnlichkeit entgegen und stellte humorvoll die Frage nach dem Wert von Spiritualität in einer säkularen Gesellschaft.

Obwohl Zeitgenosse des Wandels von der Industrie- zur Informationsgesellschaft griff er wie Joseph Beuys und die Künstler der italienischen Arte Povera bewusst auf die sinnliche Fülle armer und natürlicher Materialien zurück. Zahlreiche Plastiken veränderte der Künstler für neue Ausstellungskontexte. Denn ebenso wie gelebtes Leben sollte auch das Kunstwerk sich dauernd verwandeln.

Idee und Konzept: Heinz Stahlhut, Kunstmuseum Luzern.



Allgemeine Informationen: www.smak.be