63. Kurzfilmtage Oberhausen - Projekt "HAPPYLAND"


 

Mit HAPPYLAND bespielt Khavn De La Cruz, kurz Khavn, einer der bedeutendsten philippinischen Künstler und Filmemacher der Gegenwart, während der 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen die Halle des Vereins für aktuelle Kunst in Oberhausen.



"HAPPYLAND"



HAPPYLAND ist ein ambulanter Projektraum, eine Art Pop-up Intervention – Nachbau des gleichnamigen Slums in Manila, Musik, Mode, Film und nicht zuletzt philippinische Küche, eine sechs Tage dauernde Punk-Explosion während der 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen



Die 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen zeigen nach der erfolgreichen Ausstellung „Josef Dabernig & Sun Xun“ 2016 nun mit HAPPYLAND die bislang größte Schau des philippinischen Künstlers Khavn außerhalb der Philippinen. HAPPYLAND ist ein Slum in Manila, und so wird der Projektraum auch aussehen: Müllhalde, himmlischer Körper, Orgien-Session, Punk-Explosion. Teile von Khavns Film Mondomanila werden dafür neu geschaffen: ein Slumhaus, Gemälde, Fotos, Zeichnungen, Jeepney-Schablonen, Stempel und Tarpaulin-Kunst. Die Besucher sollen mit allen Sinnen nach HAPPYLAND versetzt werden, sie können singen und tanzen, essen und Musik oder Gedichtvorträge hören. Im Blind Faith Barbershop schneidet der Künstler persönlich mutigen Besuchern, die sich die Augen verbinden lassen, die Haare: „Man sollte vollständiges Vertrauen ins Universum haben,“ so Khavn. Zur Installation gehört auch eine philippinische Küche (carinderia), in der für die abendlichen Besucher gekocht wird. Dazu reist die Meisterköchin Carina Ulan von The Abominable Spaceship From Planet 21 an.



Improvisation, unter den Künstlern auf den Philippinen oft die einzige Möglichkeit, mit den strukturellen Hindernissen vor Ort umzugehen, ist auch das Prinzip von HAPPYLAND. So gibt HAPPYLAND einen einmaligen Einblick in eine Kunstszene, die in den traditionellen Formen der Kunstwelt kaum darstellbar ist. Verschiedene Ereignisse werden während des Festivals die Isolation des „Slums“ durchbrechen. Live-Konzerte von Khavn und anderen Musikern, darunter Brezel Göring (Stereo Total), Gedichtvorträge und eine Modenschau ergänzen das Projekt. HAPPYLAND importiert eine fremde soziale Realität in den begrenzten Rahmen eines (Film-) Festivals und hinterfragt damit zugleich dessen Konventionen: die Grenze zwischen Innen und Außen, Hier und Dort, Film und Kunst, Akteuren und Zuschauern. HAPPYLAND ist ein kollektiv-anarchistisches Kunstereignis, mehr Labor als Werk, ein Werk, das nicht von Dauer sein will und das von der Teilhabe lebt.



Allgemeine Informationen zum Projekt finden Sie hier.