Amanda Ross-Ho | Bonner Kunstverein


Amanda Ross-Ho arbeitet vorrangig skulptural und greift dabei auf verschiedenartige Materialien und Techniken zurück. Diese reichen von traditioneller Handwerkskunst bis zum 3D-Druck. Auf eindrückliche Weise überträgt und transformiert sie in ihren Ausstellungen alltägliche Objekte aus dem häuslichen Kontext und dem ihres Ateliers.


Die Ausstellung im Bonner Kunstverein zeigt eine neue Werksreihe, die unter anderem von Charlie Chaplins politischer Komödie “Moderne Zeiten” inspiriert wurde. Diese war 1936 während der letzten Weltwirtschaftskrise entstanden.


Amanda Ross-Ho „Untitled Spatial Arrangement (Drying Rack), 2009, Foto: Courtesy die Künstlerin


Ross-Hos Installation wird die Gestalt einer Fabrikhalle annehmen und sich um eine große Videoprojektion anordnen. Auf dieser wird eine “Friseursalon-Uhr” (barber’s shop clock) gezeigt werden, die zur Betrachtung in einem Spiegel konzipiert ist. Einige Skulpturen in der Gestalt überdimensionierter Hosen, mit leeren, nach außen gestülpten Taschen werden die Wände säumen. Diese überlebensgroßen “Gewänder” sind, obwohl von Hand gefertigt, augenscheinlich identisch. Zusätzlich werden weitere Arbeiten zu sehen sein, die ebenfalls auf die Gegebenheiten ihrer Produktion verweisen: eine Reihe verspiegelter Tische, auf denen Objekte wie Maßbänder, Schneiderkreiden, Stecknadeln, Stoffbahnen und ein Arrangement antiker Uhrzeiger präsentiert sein werden.


Amanda Ross-Ho, Cradle of Filth, 2013, Foto: Courtesy die Künstlerin


Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Vlesshal Middelburg, NL.



Allgemeine Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.