Junge Szene:
Megan Francis Sullivan, Neuer Essener Kunstverein


Megan Francis Sullivan/NEK



In ihrer Arbeit stellt Megan Francis Sullivan neue Nachbarschaften zwischen Kunstwerken, Elementen der Kunst/Geschichte und sozialen Räumen her. Im Mittelpunkt ihres Ansatzes steht eine Sensibilität für architektonische, räumliche und historische Zusammenhänge, in denen sie ausstellt und durch die sie anhand von Reproduktionen ausgewählter Kunstwerke oder Objekte navigiert. Hierbei führt sie eine Art von complaisance aus: das Eintauchen in die Arbeitsweise anderer Künstler, bei dem die eigene Identität zu verschwinden scheint und doch erst ihre Besonderheit findet.


Begegnungsbilder, Sullivans Ausstellung im Neuen Essener Kunstverein, beschäftigt sich mit der langsamen Einführung der Figur des Arbeiters in die Malerei, befragt aber gleichzeitig auch die Entscheidungen über das Sammeln und die Aufbewahrung von Kunstwerken. Was wird gezeigt, was wird gelagert? Und inwiefern stehen solche Entscheidungen in Zusammenhang mit möglichen Formen einer Erinnerungskultur, in der Arbeit als Kampf um politische wie symbolische Sichtbarkeit zu verstehen wäre?



Megan Francis Sullivan (*1975, Stamford, US, lebt in Berlin) hatte Einzelausstellungen u.a. bei Mathew Gallery, New York (2017), Nous Moules, Wien (2017), Kunsthalle Bern, Bern (2016), Objectif Exhibitions, Antwerpen (2015), Midway Contemporary Art, Minneapolis (2014), Mathew Gallery, Berlin (2014) und Freymond-Guth Fine Arts, Zürich (2013 & 2011).


Text: NEK



Ausstellungsdauer:


Megan Francis Sullivan

Begegnungsbilder

4. Mai bis zum 17. Juli 2019


Neuen Essener Kunstverein (NEK)

Bernestraße 3

45127 Essen