„Was bleibt, wenn alles anders wird? Die Werte der Kunst!“
EIN GESPRÄCH STIFTEN


Foto: CI



In der Reihe „Ein Gespräch stiften“ führt die Kunststiftung NRW aktuelle Diskurse zu zeitlosen Fragen. Dahinter steht die Überzeugung, dass Kunst und Kultur den Herausforderungen der Gegenwart aktiv begegnen müssen, um ihre Position und ihre Rolle in der Gesellschaft immer wieder neu zu bestimmen. In einem Jahr großer Umbrüche und bedeutender Entwicklungen in Deutschland und Europa fragten wir deshalb nach Konstanten. Was ist und worin bestehen der Wert und die Bedeutung der Kunst, wenn man sie ganz grundsätzlich in den Blick nimmt? Besitzt sie existentielle, vielleicht sogar ewige Werte – und wenn ja, welche können das sein?


„Was bleibt, wenn alles anders wird? Die Werte der Kunst!“


mit

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Nele Hertling, Direktorin der Sektion Darstellende Künste an der Akademie der Künste Berlin

Prof. Dr. Dirk Baecker, Lehrstuhl für Kulturtheorie an der Universität Witten-Herdecke



Jede Zeit in der Geschichte hatte ihre ganz eigenen Unsicherheiten. Blickt man zurück, empfand sich offenbar jede Gesellschaft und Epoche selbst in einer „Krise“. Dennoch scheint unsere Zeit eine besonders bewegte zu sein. Die von jeher stets sehr verschieden gelagerten Entwicklungen der Welt werden durch Globalisierung und Digitalisierung in einer nie gekannten Gleichzeitigkeit erlebt:
Disparate Weltgeschichte in Echtzeit für alle. „Aus den Fugen geraten“ ist die Zustandsbeschreibung der Stunde – in dieser Situation suchen Menschen nach Verlässlichkeit, nach dem, was bleibt. Auch und gerade in der Kunst. Darüber sprachen zum Ausklang des Jahres 2017 noch einmal drei herausragende Vertreter aus Politik, Kunst und Wissenschaft:

Isabel Pfeiffer-Poensgen, die im Juni an die Spitze des neuen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen berufen wurde. Die langjährige Theaterintendantin Nele Hertling gilt nach über 50 Jahren in den verschiedensten Institutionen und Gremien als „Grande Dame der Off-Kultur“. Der Soziologe Dirk Baecker leitet nach vielen nationalen und internationalen Lehr- und Forschungsstationen zurzeit die Fakultät für Kulturreflexion an der Universität Witten-Herdecke. Er ist Autor zahlreicher Bücher zum Thema, fragte unter anderem „Wozu Kultur?“ (2000) und „Wozu Theater?“ (2013).



Die Debatte wurde im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit WDR 3 für die Sendung „Forum“ aufgezeichnet und am 13. Januar 2018 um 19.04 Uhr gesendet.


Hier können Sie den Beitrag nachhören!