Im Fokus: "Klaus Mettig. Reisender ohne Fahrschein" | LVR-LandesMuseum Bonn


 


Das LVR-LandesMuseum Bonn zeigt vom 6. April bis zum 9. Juli 2017 großformatige und ungewöhnlich detailreiche Fotografien von Klaus Mettig.


Seit Jahrzehnten ist der Künstler Klaus Mettig weltweit unterwegs, er beobachtet und dokumentiert mit seiner Kamera. Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotografien aus den Jahren 2005 bis 2017, die in Großstädten wie Ramallah, Delhi, Kathmandu, Shanghai, Dubai und New York entstanden sind. Sie werden ergänzt durch eigens für die Ausstellung erarbeitete Tableaus aus jeweils vier Motiven. In den großen bis zu vier Meter breiten Panoramen des Künstlers wandert das Auge des Betrachters voran, als lese man eine vielschichtige Erzählung mit zahlreichen Protagonisten und Perspektiven. Klaus Mettig gelingt es, das Charakteristische und Unverwechselbare eines Landes und einer Stadt einzufangen, ohne dabei voyeuristisch oder wertend zu sein.



Klaus Mettig, Delhi 2005. Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Klaus Mettig, Palästina 2011. Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Klaus Mettig hat über Jahrzehnte ein beeindruckend umfangreiches Bildarchiv aufgebaut, auf das er immer wieder zurückgreift. Dieser wiederholte Zu- und Rückgriff auf das eigene Archiv ist für Klaus Mettig zentral, denn die Auseinandersetzung mit der Bildfindung, zum Beispiel im Prozess der Auswahl und der Entscheidung für das richtige Motiv, das richtige Format und die gewünschte Präsentationsform ergibt sich für ihn „von Bild zu Bild“. Zur besonderen Arbeitsweise von Klaus Mettig gehört es, die Arbeiten – sei es in Schwarz/Weiß oder Farbe – im eigenen Labor herzustellen. Der komplette künstlerische Prozess und die Produktion liegen in seinen Händen. Dies gilt auch für den die Ausstellung begleitenden Katalog: Bildauswahl, Format, Layout und Typografie sind im Studio des Künstlers mit seinen Mitarbeitern erarbeitet worden.



 

Klaus Mettig, Delhi 2005. Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2017



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