Im Fokus: Straelener Übersetzerpreis 2017 vergeben


 

Der Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW geht in diesem Jahr an die in Berlin lebenden Literaturübersetzer Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird in Kooperation mit dem Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen vergeben. Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel erhalten den Preis für ihre Neuübersetzung von Raymond Queneaus „Stilübungen“. Zugleich würdigt der Preis das übersetzerische Lebenswerk von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel.


Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis zum Straelener Übersetzerpreis 2017 der Kunststiftung NRW geht an den in Markkleeberg lebenden Übersetzer Thomas Weiler für die Übersetzung des Romans Paranoia  des weißrussischen Autors Viktor Martinowitsch, erschienen 2014 im Verlag Voland & Quist.


Der renommierte Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW gehört zu den höchstdotierten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum und wird im niederrheinischen Straelen seit 2001 vergeben.

Der Preis wird am 13. Juni 2017 im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen durch den Präsidenten der Kunststiftung Dr. Fritz Behrens überreicht.

Der Jury gehören die Übersetzer Ulrich Blumenbach, Jürgen Dormagen, Kristof Magnusson und Rosemarie Tietze an sowie der Journalist Jan Wiele.


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Heibert+Schmidt-Henkel Foto (c) Gerald van Fords


Frank Heibert, geboren 1960 in Essen. Studierte Romanistik und Germanistik in Berlin, Rom und Paris. 1993 publizierte er seine Dissertation über „Das Wortspiel als Stilmittel und seine Übersetzung am Beispiel von sieben Übersetzungen des ›Ulysses‹ von James“. Seit 1983 Literaturübersetzer aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Portugiesischen. Er lebt und arbeitet in Berlin.


Hinrich Schmidt-Henkel wurde in 1959 geboren. Er studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Saarbrücken. Seit 1987 literarischer Übersetzer aus dem Französischen, Norwegischen, Italienischen, Dänischen. Daneben Tätigkeit als Moderator literarischer Veranstaltungen, als Sprecher, Fernsehautor (Kulturmagazin „Karambolage“ auf Arte – Grimme-Preis 2006), als Referent bei und Leiter von Übersetzerseminaren. Von 1991 bis 1993 Persönlicher Referent, dann Pressesprecher von Christina Weiss in deren erster Legislatur als Hamburger Kultursenatorin. Seit September 2008 im Ehrenamt 1. Vorsitzender des Verbandes der Literaturübersetzer VdÜ. Er lebt in Berlin.



Förderpreisträger Thomas Weiler(c)privat.KL


Thomas Weiler wurde 1978 im Schwarzwald geboren. Auf einen anderthalbjährigen Freiwilligendienst in der Behindertenarbeit in Minsk folgte ein Übersetzerstudium in Leipzig, Berlin und St. Petersburg mit den Hauptfächern Russisch und Polnisch. Alumnus des DAAD und der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Mitglied des VdÜ. Während des Studiums und danach Teilnahme an mehreren Werkstätten für literarisches Übersetzen u.a. in Straelen, Berlin, Warschau und Minsk. Seit 2007 freier Übersetzer aus dem Belarussischen, Russischen und Polnischen und engagierter Vermittler belarussischer Literatur. Organisiert mit zwei Kolleginnen des Übersetzerzentrum auf der Leipziger Buchmesse. Lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf dem Pleißenhof in Markkleeberg, südlich von Leipzig.