Namen und Nachrichten


Lukas Marxt, Stipendiat der Kunststiftung NRW, präsentiert seine Arbeiten im Goethe-Institut in L.A.:


weitere Informationen: "Lukas Marxt - Film und Diskussion"






Der mit Fördermitteln der Kunststiftung NRW entstandene Film Fishing is not done on Tuesdays von Lukas Marxt und Marcel Odenbach läuft im Wettbewerb der Berlinale Shorts 2017.


23 Filme aus 19 Ländern konkurrieren um den Goldenen und den Silbernen Bären sowie um den mit 20.000€ dotierten Audi Short Film Award und die Nominierung für den European Film Award. 


Die Internationale Kurzfilmjury 2017 bilden Christian Jankowski, Künstler und Professor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, die Kuratorin und Social-Media-Managerin des Metropolitan Museum of Art in New York Kimberly Drew und der Künstlerische Leiter des SANFIC Santiago International Film Festival Carlos Núñez.


Weitere Informationen finden Sie hier.





Die Dokumentations-Videos zu den ortsspezifischen Installationen FINSTERNIS1816 und DARKNESS1816, beides Förderprojekte der Kunststiftung NRW, sind fertig und abrufbar unter:


FINSTERNIS1816: https://vimeo.com/193743321


DARKNESS1816:   https://vimeo.com/193033206


Die ortspezifische Installation unter dem Namen FINSTERNIS1816 wurde vom 12. bis zum 16. Mai bei den KunstFestSpielen Herrenhausen in den Herrenhäuser Gärten zum ersten Mal gezeigt.

Vom 26. bis zum 29. Mai hatte DARKNESS1816 im Benrather Schloss und auf dem Spiegelweiher des Parks während des Schumannfests in Düsseldorf in einer zweiten Version Premiere.

 

Weitere Informationen zum Projekt: www.darkness1816.com

 



© Hermann u. Clärchen Bauss


Das in Köln beheimatete Asasello Quartett und die Sopranistin Eva Resch werden mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 4/2016  geehrt.  Die jungen MusikerInnen mit Herkunft aus Deutschland, der Schweiz, Rußland, Polen und Finnland haben im Deutschlandfunk Kammermusiksaal Arnold Schönbergs Streichquartette für das Leipziger Label GENUIN eingespielt. Tonmeister war Michael Silberhorn, Produzent war Frank Kämpfer, für Ton und Technik sorgten im DLF Christoph Rieseberg und Katrin Fidorra. Gefördert wurde das Projekt durch die Kunststiftung NRW.  




Sonja vom Brocke © Sarah Bohn


Die Lyrikerin Sonja vom Brocke ist Preisträgerin des mit 7.500 Euro dotierten Förderpreises des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte „Dichtung, Schriftstellerei“.  Die Kunststiftung NRW förderte u.a. ihre Arbeit zum Lyrikband „Venice singt", erschienen 2015 bei kookbooks, Berlin.




Hermann-Josef Schüren © privat


Hermann-Josef Schüren erhält den Niederrheinischen Literaturpreis für das Jahr 2016 für seinen Roman „Junge Stiere". Die Preisverleihung findet am 6. November im Rathaus Krefeld statt. Die Kunststiftung NRW förderte die Arbeit mit einem Stipendium.




Im Rahmen von „Flausen - das Festival" im Theaterlabor Bielefeld wurden vom 15.-18. September Nachfolgeproduktionen und Making OFFs von flausen-Stipendiat_innen gezeigt und von Künstler_innen organisierte Panels rund um das Thema Forschung und Theater zum Austausch einladen. Die Kunststiftung NRW fördert die drei Spielorte der Flausen-Residenzen in NRW.


Weitere Informationen zu Flausen: http://www.theaterwrede.de/flausen/


Eindrücke zum Projekt „Anders" des Berliner Kulturschaffenden Arne V. im Auftrag von internil:

https://vimeo.com/119608443




Die Kompanie von Ben J. Riepe ist neben Monster Truck und dorisdean Träger der FAVORITEN-Preise 2016. Die Jury zeichnete die drei Gruppen mit jeweils 10.000,- € aus. Riepe erhält den Preis für die Produktion „Livebox: Persona".


© Ben J. Riepe




Die von der Kunststiftung NRW geförderte Künstlerin Magdalena Kita erhält den Setareh Future Masters Art Award 2016. Der Preis wird vergeben von der Setareh Gallery, Düsseldorf. Die Juroren waren: Dr. Doris Krystof (Kunstsammlung NRW, Düsseldorf), Gérard A. Goodrow (Kurator der Ausstellung), Emma Nilsson (Direktorin der Setareh Gallery, Düsseldorf).


Magdalena Kita, Towel from the Californication series


Magdalena Kita, White partisan ridingman, Coat from the White Partisan Series





Aus Anlass des 25-jährige Jubiläums und der Umbenennung der Literaturwerkstatt Berlin in Haus für Poesie hielt der Schriftsteller Oswald Egger die erste Berliner Rede zur Poesie.  Die Jubiläumsfeier fand am 12. September 2016, um 18.00 Uhr, im Berliner Rathaus statt.


Oswald Egger: „Berliner Rede zur Poesie", 12.09.2016 © Kunststiftung NRW




3Sat präsentierte den Dichter im Fernsehmagazin „Kulturzeit":


www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=62498




Völlig überraschend starb am 29. Juni der Wuppertaler Musiker, Komponist und Musikwissenschaftler Thomas Beimel. Die Kunststiftung NRW war dem 1967 geborenen Künstler und seinem Werk durch vielfältige Weise verbunden.


† Thomas Beimel


Am 26. August 2016 findet um 20 Uhr ein Gedenkkonzert statt.


CityKirche Wuppertal-Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal




© Cybele


Nominiert für den Deutschen Schallplattenpreis - Juan Allende-Blin und das Ensemble


Juan Allende Blin im Gespräch mit Mirjam Wiesemann.


Erschienen bei cybele in der Reihe "Edition Künstler im Gespräch“ -  Vol. 7.  Gespräch und Weltersteinspielungen von Werken des Komponisten auf dieser insgesamt 183 Minuten umfassenden Edition - Ein mehrdimensionales Portrait über einen außergewöhnlichen Künstler.


Mit Silvia Weiss, E-MEX-Ensemble, Juan Allende-Blin, Mirjam Wiesemann, Gerd Zacher, Matthias Geuting.


Ausführliche Informationen:  www.cybele.de




Julia Trompeter © Peter Susewind


Die Autorin Julia Trompeter erhält den 1. Düsseldorfer PoesieDebütPreis für ihren Gedichtband „zum Begreifen nah".


Der neue Preis zur Förderung der Lyrik wird künftig alle zwei Jahre im Rahmen von „Poesie – ein Fest im Heine Haus“ verliehen an deutschsprachige Debüts nationaler oder internationaler LyrikerInnen. Der Preis wird vom Heine Haus in  Düsseldorf vergeben und ehrt außergewöhnliche, aktuelle Debüts und berücksichtigt auch Übersetzungen. Das Preisgeld in Höhe von 4.000,- Euro stellt die Stadt Düsseldorf bereit.


Die Preisverleihung findet im Rahmen von „Poesie – ein Fest im Heine Haus” am Sonntag, den 10. Juli 2016 um 12.00 Uhr im Heine Haus statt.


Die Finalistin des Open Mike 2010 und Förderpreisträgerin 2014 des Landes NRW wurde von der Kunststiftung NRW u.a. 2013 für ihren Roman „Die Mittlerin" (Schöffling & Co. 2014) gefördert.




Verleihung Spanischer Nationalpreis für Musik an Maria de Alvear © Juan Carlos Gavayo


Die deutsch-spanische Komponistin Maria de Alvear ist am 1. Juni 2016 offiziell mit dem Spanischen Nationalpreis für Musik ausgezeichnet worden. König Felipe VI und Königin Leticia von Spanien überreichten Maria de Alvear den Preis in der Kathedrale von Palencia.


Maria de Alvear wurde in Madrid geboren, sie lebt seit mehr als 35 Jahren in Köln. Früh mit dem Bernd-Alois-Zimmermann-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet, studierte sie Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel. Seit 1998 arbeitet Maria regelmäßig mit ihrer Schwester, der Videokünstlerin Ana de Alvear zusammen. Ihre meist interdisziplinär und multimedial angelegten Werke werden weltweit von renommierten Interpreten wie dem Ensemble Modern, Basel Sinfonietta, Ensemble Musikfabrik und dem Orchester des Hessischen Rundfunks u.v.a. aufgeführt.


Die Kunststiftung NRW förderte die Komponistin u.a. 2008 mit ihrer Produktion „Colourful Penis" im Festspielhaus Hellerau.




Antje Pfundtner © Florian Krauss


Der george tabori preis 2016 des Fonds Darstellende Künste wurde am 29. Mai in Berlin an die Tanzcompagnie Antje Pfundtner in Gesellschaft verliehen. Die Kunststiftung NRW förderte im vergangenen Jahr die Produktion "Aus der Reihe tanzen" von Antje Pfundtner.




Marion Poschmann © Frank Mädler


Die Autorin Marion Poschmann, Inhaberin der Thomas-Kling-Poetikdozentur 2015/16 der Kunststiftung NRW an der Universität Bonn, wurde als neues Mitglied in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz berufen.




Der britische Künstler Michael Dean wurde für die Shortlist zum diesjährigen Turnerpreis ausgewählt.

Ab dem 27. September 2016 werden die Arbeiten der vier für die Shortlist benannten Künstler: Michael Dean, Anthea Hamilton, Helen Marten und Josephine Pryde, in der Tate Britain in London präsentiert. Die Preisverleihung wird im Dezember 2016 stattfinden.


Michael Dean war am Jubiläums-Projekt "25/25/25" der Kunststiftung NRW beteiligt.


Nähere Informationen finden Sie hier.  




Die Ernst von Siemens Musikstiftung ehrt den Herner Komponisten Gordon Kampe am 02. Mai 2016 mit dem Komponisten-Förderpreis 2016. Die Preisverleihung findet im Prinzregententheater München statt.  Die Kunststiftung NRW förderte Gordon Kampe 2013 im Künstlerdorf Schöppingen (NRW) und im Rahmen des „Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm)" 2015 in der Produktion „Plätze.Dächer.Leute.Wege" am Theater Bielefeld.

Gordon Kampe © Manuel Miethe


Zur Live-Übertragung der Preisverleihung: www.evs-musikstiftung.ch und www.br-klassik.de.


Axel Braun: Video still – Some kind of opposition


Der von der Kunststiftung NRW im Rahmen des Förderprogramms Junge Szene bereits mehrfach unterstützte bildende Künstler Axel Braun stellt derzeit sein Projekt "Some Kind of Opposition" in Budapest aus. Die Erarbeitung des Projektes wurde durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW ermöglicht.

Nähere Informationen zum Projekt und zur Ausstellung finden Sie hier.




IEMA 12_13 © Björn Hadem


Aktuelle Konzerttermine der Internationalen Ensemble Modern Akademie:


18. und 19. März, jeweils 20:00 Uhr

Zentrum für Kunst und Medientechnologie, ZKM_Kubus, Karlsruhe (Deutschland)

Halbjahreskonzerte der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2015/16

con:temporaries

Werke von Vassos Nicolaou, Hakan Ulus, Steingrimur Rohloff, Carola Bauckholt und Wolfgang Mitterer u.a.


 

10. April, 15:00 Uhr

Foyer, Staatstheater Wiesbaden, Wiesbaden (Deutschland)

Musik über Musik

Neue Kompositionen zu Werken von Bernd Alois Zimmermann

Musik-Theater-Labor

Werke von Bernd Alois Zimmermann, Nan Liu, Youngju Rue, Yongrib Kim, Philipp Dragic und Miki Manabe


22. April, 16:00 Uhr

Haus Witten, Witten (Deutschland)

Newcomer Konzert Witten

Wittener Tage für neue Kammermusik


13. Mai, 21:00 Uhr und 14. Mai, 17.00 Uhr

Martinskirche, Kassel (Deutschland)

Materia Prima

Körperstürme - Festival für Tanz und zeitgenössische Musik


Choreographie: Ayman Harper , Dieter Heitkamp, Krystel van Issum, Roberto Castello, Luc Dunberry, Regina van Berkel mit Tänzern des ZuKT - Zeitgenössischer und Klassischer Tanz der HfMDK Frankfurt am Main



20. Mai, 15:00 Uhr und 21. Mai, 11.00 Uhr

VGF U-Bahn Gleis U4 Richtung Bockenheimer Warte am Hauptbahnhof, Frankfurt am Main (Deutschland)

One day in Life - Sti llstand

Ein musikalischer Tag in einer wohltemperierten Stadt

Fortlaufende Vorstellungen zwischen 15.00 und 20.00 Uhr.


21. Mai, 16:00 Uhr

Hochbunker, Ehemalige Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft, Initiative 9. November, Frankfurt am Main (Deutschland)

One day in Life - Erinnerung

Ein musikalischer Tag in einer wohltemperierten Stadt

Luigi Nono: Ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz (1966)

Weitere Vorstellungen um 18.00 Uhr, 20.00 Uhr, 22.00 Uhr und 24.00 Uhr.


21. Mai, 22:00 Uhr

Opernturm, Bockenheimer Landstraße 2-4, Frankfurt am Main (Deutschland)

One day in Life - Wissen

Ein musikalischer Tag in einer wohltemperierten Stadt

Salvatore Sciarrino: Le voci sottovetro, elaborazioni da Carlo Gesualdo da Venosa (1998)


22. Mai, 10:00 Uhr

Hochbunker, Ehemalige Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft, Initiative 9. November, Frankfurt am Main (Deutschland)

One day in Life - Erinnerung

Ein musikalischer Tag in einer wohltemperierten Stadt

Luigi Nono: Ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz (1966)

Weitere Vorstellungen um 12.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr.


22. Mai, 10:00 Uhr

Opernturm, Bockenheimer Landstraße 2-4, Frankfurt am Main (Deutschland)

One day in Life - Wissen

Ein musikalischer Tag in einer wohltemperierten Stadt

Salvatore Sciarrino: Le voci sottovetro, elaborazioni da Carlo Gesualdo da Venosa (1998)

Weitere Vorstellungen um 12.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr.


22. Mai, 11:00 Uhr

VGF U-Bahn Gleis U4 Richtung Bockenheimer Warte am Hauptbahnhof, Frankfurt am Main (Deutschland)

One day in Life - Stillstand

Ein musikalischer Tag in einer wohltemperierten Stadt

Fortlaufende Vorstellungen zwischen 11.00 und 17.00 Uhr.


2. Juni – 04. Juni, jeweils 19:30 Uhr

LAB, Frankfurt am Main (Deutschland)

Materia Prima


Choreographie: Ayman Harper , Dieter Heitkamp, Krystel van Issum, Roberto Castello, Luc Dunberry, Regina van Berkel mit Tänzern des ZuKT - Zeitgenössischer und Klassischer Tanz der HfMDK Frankfurt am Main


13. Juni, 19:30 Uhr

Kammermusiksaal, Gebäude am Residenzplatz, Würzburg (Deutschland)

Portraitkonzert Andreas Dohmen

Studio für Neue Musik

Werke von Andreas Dohmen, Iannis Xenakis, Nicolaus A. Huber

http://www.internationale-em-akademie.de/




© Cybele

Neu: Juan Allende-Blin und das Ensemble

Juan Allende Blin im Gespräch mit Mirjam Wiesemann.


Erschienen bei cybele in der Reihe "Edition Künstler im Gespräch“ -  Vol. 7.  Gespräch und Weltersteinspielungen von Werken des Komponisten auf dieser insgesamt 183 Minuten umfassenden Edition - Ein mehrdimensionales Portrait über einen außergewöhnlichen Künstler.


Mit Silvia Weiss, E-MEX-Ensemble, Juan Allende-Blin, Mirjam Wiesemann, Gerd Zacher, Matthias Geuting.


Ausführliche Informationen: https://www.cybele.de/juan-allende-blin-und-das-ensemble




Fotografin: Barbara Bernoully


Die von der Kunststiftung NRW bereits mehrfach geförderte, vielfach ausgezeichnete Künstlerin Pauline M´barek (geboren 1979 in Köln) wurde vom Stifterkreis des Kunstpreises der Böttcherstraße, Bremen, für den Kunstpreis der Böttcherstraße vorgeschlagen. Der Kunstpreis zählt zu den anerkanntesten und am höchsten dotiertesten Auszeichnungen, die im Bereich der zeitgenössischen Kunst in Deutschland vergeben werden. Im Zweijahresrhythmus nominieren zehn angesehene Kuratoren unabhängig voneinander je einen Künstler oder eine Künstlerin aus dem deutschsprachigen Raum. Der Wettbewerb findet 2016 zum 45. Mal statt. Die diesjährige Wettbewerbsausstellung wird vom 23. April bis 18. September 2016 in der Kunsthalle Bremen präsentiert. Im Laufe der Ausstellung ermittelt eine hochrangige fünfköpfige Jury den Preisträger. Neben Pauline M´barek sind dieses Jahr nominiert: Julius von Bismarck, FORT, Franka Kaßner, Oliver Laric, Emeka Ogboh, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Nora Schultz und Peter Wächtler.


Weitere Informationen: Kunstpreis der Böttcherstraße




Cybele_SACD161404

Der Pianist Thomas Günther (Folkwang-Hochschule Essen) stellt seine vier SACDs umfassende Exkursion durch das Repertoire russischer Komponisten aus dem geistigen Umfeld des Futurismus vor. Die Aufnahmen der „Klavierwerke um den Russischen Futurismus“ sind zwischen 2008 und 2014 in Coproduktion mit dem Deutschlandfunk entstanden und sind nun, Dank der großzügigen Unterstützung der Kunststiftung NRW und der Gesellschaft Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V., beim audiophilen Label Cybele erschienen. 

 Die meisten dieser Kompositionen stammen aus den 1910er und 1920er Jahren und lassen auf die eine oder andere Weise den Einfluss der „Vaterfigur“ Alexander Skrjabin erkennen. Skrjabin hat für seine im Symbolismus wurzelnde Ästhetik eine zukunftweisende konstruktive Kompositionsmethode entwickelt und die produktive Auseinandersetzung mit seinem Schaffen trug Wesentliches zu den Experimenten von Nikolaj Obuchov und Ivan Wyschnegradsky bei. Die charakteristische Anverwandlung von Skrjabins Kompositionsstil durch Nikolaj Roslavets und Sergej Protopopov bildet ebenfalls eigenständige Varianten aus. Auf Alexander Mosolov und Arthur Lourié wiederum wirkte das Vorbild Skrjabin nicht dauerhaft prägend, für sie stellt es mehr ein Durchgangsstadium dar. Gemeinsam hinterlassen diese sechs Komponisten ein einzigartiges, lose miteinander verwobenes Werk, in dem ein originelles und sehr komplexes musikalisches Denken, von großer philosophischer Tiefe und musikhistorischer Bedeutung zum Ausdruck kommt.


            Die revolutionären Umwälzungen in Russland haben diese Entwicklung allerdings stark beeinträchtigt und die Werke und ihre Schöpfer sind in den folgenden Jahrzehnten immer mehr in Vergessenheit geraten. Erst gegen Ende der 1970er Jahre setzt ein Wiederentdeckungsprozess ein, der maßgeblich vom Komponisten und Musikforscher Juan Allende-Blin initiiert wurde. Ihm verdankt Thomas Günthers auch seine erste Begegnung mit diesen Werken, als er anlässlich der Berliner Festwochen 1983 Stücke von Protopopov, Wyschnegradsky und Skrjabin aufführte. Seither hat er sich immer wieder intensiv mit diesen Werken beschäftigt und sich neue interpretatorische Facetten und ein tiefes Verständnis ihrer kompositorischen Strukturen erarbeitet. Auf dieser Basis entfalten sich nun überhaupt erst die besonderen narrativen Qualitäten dieser außergewöhnlichen Werke, die sich als unmittelbar ansprechende musikalische Formulierungen erweisen, eben um die futuristischen Versuche sich in einer neuen und zeitgemäßen Sprache zu artikulieren.


            Die sorgfältige Zusammenstellung der vier Programme und die exzellente Klangqualität der SACDs verleihen der Reihe „Klavierwerke um den Russischen Futurismus“ eine diskographische Sonderstellung. Aber neben dem hohen Repertoirewert stellt sie als Summe der Erfahrung und forschender Beschäftigung eines einzelnen Interpreten ein einzigartiges künstlerisches Dokument dar.  Mark Ziegler



 


Gordon Kampe erhält einen Förderpreis 2016 der Ernst von Siemens Musikstiftung. Die Kunststiftung NRW förderte den 1976 in Herne geborenen Komponisten u.a. 2013 mit einem Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen. Für das Musiktheater Plätze. Dächer. Leute. Wege. Musiktheater für ein utopisches Bielefeld im Rahmen des Fonds Experimentelles Musiktheater verantwortete Gordon Kampe 2015 die Komposition und die musikalische Leitung.

 
 
 
 
 

Gordon Kampe_c_Manuel_Miethe




Die Düsseldorfer Choreographin Alexandra Waierstall wurde für den Kurt-Jooss-Preis 2016 nominiert. Die Preisverleihung findet am 14. Mai um 20.00 Uhr in PACT Zollverein / Choreographisches Zentrum NRW - Essen statt. Die Kunststiftung NRW förderte Alexandra Waierstall zuletzt 2015 mit ihrer Produktion "A City seeking its Bodies.



Alexandra_Waierstall_c_Joerg_Letz





Der Komponist Georges Aperghis (*1945) ist mit dem mit 400.000 Euro dotierten BBV Foundation Frontiers of Knowledge Award ausgezeichnet worden. Aperghis ist Träger des Mauricio Kagel Musikpreises 2011 der Kunststiftung NRW.



Die Medienkünstlerin Katja Novitskova aus Tallinn, soeben vom Expertengremium auf die Shortlist für den Nam June Paik Award 2016 der Kunststiftung NRW gesetzt, wurde jetzt fast zeitgleich für den „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen“ nominiert. Novitskova befasst sich u.a. mit der schöpferischen Transformation von Online-Bildern.



Mehr Informationen finden Sie hier.




Der türkische documenta-Künstler Cevdet Erek und Träger des Nam June Paik Awards der Kunststiftung NRW 2012 zeigt vom 21. Januar bis 27. März 2016 eine „Winterausstellung“ im Kasseler Kunstverein.


Herzstück der Schau ist ein zweistündiges Video eines Kaminfeuers. An dieser Chiffre können sich viele Assoziationen entzünden. Erek hat die Aufnahme mit einer Soundcollage unterlegt, mit der er das Knistern, Prasseln und Lodern nachempfindet. Zudem hat er die Buchstaben des Worts Winter in 850 Holzscheiten an die Wände des Fridericianums geheftet – ungefähr die Menge, die ein durchschnittlicher Kasseler Haushalt bis Ende März verfeuern wird. In Regale – mit einem Fach pro Ausstellungstag – werden täglich ein paar Holzscheite gelegt. Wenn an der Wand nur noch Nägel zu sehen sein werden, werden die Uhren auf Sommerzeit gestellt.



Der 41-Jährige vermisst die Welt, aber nicht mit Zollstock, Stoppuhr und Waage. Sein Thema sind objektive Ordnungen und subjektive Wahrnehmungen von Klang, Raum, Zeit und Rhythmus. Erek arbeitet immer ortsspezifisch, entscheidet oft spontan, wie er in Räume eingreift und mit ihnen experimentiert, schafft jeweils unterschiedliche Versionen seiner Arbeiten. 


Cevdet Erek, 1974 in Istanbul geboren, hat an der Mimar Sinan Universität der schönen Künste in Istanbul Architektur und Musik studiert. Er arbeitete als Architekt und promovierte am Zentrum für Musikwissenschaft der TU Istanbul. Seiner Teilnahme an der documenta 13 in Kassel 2012 folgten Ausstellungen im Stedelijk Museum Amsterdam, Witte de With Rotterdam und Kunstverein Hannover. Er nahm 2015 an der Istanbul-Biennale teil und ist zur Sydney-Biennale eingeladen. Bei den Filmen „Sivas“ und „Abluka/Frenzy“, beide beim Festival in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, steuerte er Sound und Musik bei. Erek spielt Schlagzeug in der Rockband Nekropsi.


Allgemeine Informationen: www.kasselerkunstverein.de




Und schon wieder eine Auszeichnung für Esther Kinsky: Die Autorin, die der Kunststiftung eng verbunden ist, erhält – gleichzeitig mit Uljana Wolf – den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2016. Kinsky wird für ihr bisheriges Gesamtwerk geehrt, insbesondere für ihren Roman „Am Fluss“ (Matthes & Seitz 2014). Mit ihrem Werk habe sie sich „als sprachsensible Beobachterin menschlicher Existenz im 21. Jahrhundert erwiesen“, so die Jury.


Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung herausragende auf Deutsch schreibende Autoren, deren Werk von einem Kulturwechsel geprägt ist. Die Preisträger verbindet zudem ein außergewöhnlicher, die deutsche Literatur bereichernder Umgang mit Sprache. Damit ist der Preis der einzige seiner Art in Deutschland. 2016 wird er zum 32. Mal verliehen.


Die Preisverleihung findet am 3. März 2016 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz statt. Am 4. März lesen die Preisträgerinnen im Literaturhaus München aus ihren Werken.


Mehr Informationen finden Sie hier.


Foto: Yves Noir




Annette Kelm, deren Arbeiten im Rahmen des Kunststiftungsprojekts „25/25/25“ derzeit noch im Krefelder Museum Haus Lange zu sehen sind, hat den Camera Austria-Preis der Stadt Graz für zeitgenössische Fotografie erhalten. Die 1975 in Stuttgart geborene Fotokünstlerin wird für ihr bisheriges Werk geehrt, das eine „differenzierte Antwort auf die vorherrschende Repräsentationspolitik und die vom digitalen wie postdigitalen Zeitalter verkündete endlose Reproduzierbarkeit gibt“, heißt es in der Begründung der Jury.


Annette Kelm gehört zu den jüngeren, aufstrebenden Fotokünstlern. Ihr Werk, das spielerisch die Konventionen von Genres wie Stillleben, Porträt, Werbefotografie aufgreift und gleichzeitig durchbricht, wurde in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen an internationalen Institutionen präsentiert, darunter in der Kunsthalle Zürich und den Kunst-Werken in Berlin (2009), dem Städel Museum in Frankfurt (2012), dem MoMA in New York (2013) oder dem Kölnischen Kunstverein (2014). Kelm erhielt schon einige Auszeichnungen, etwa 1999 den Kodak Young Photographers Award, 2005 den Art Cologne-Preis für junge Kunst oder 2009 den Publikumspreis der Nationalgalerie in Berlin. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Camera Austria International“ hat Kelm als Gastredakteurin gestaltet.




Der Camera Austria-Preis wird seit 1989 von der Stadt Graz in Anerkennung der internationalen Bedeutung der gleichnamigen Zeitschrift alle zwei Jahre einem Kunstschaffenden auf dem Gebiet der zeitgenössischen Fotografie verliehen. Er ist mit 14.500 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren unter anderem Marika Asatiani, Hans-Peter Feldmann, David Goldblatt, Heidrun Holzfeind, Sanja Ivekovic, Allan Sekula und zuletzt Joachim Koester. Annette Kelm hat die Auszeichnung am 10. Dezember in Graz entgegengenommen.


Foto: artmagazine Kunst-Informationsgesellschaft m.b.H.



Wie jetzt auf der Art Basel Miami bekanntgegeben wurde, wird Camille Henrot, die Gewinnerin des von der Kunststiftung NRW vergebenen Nam June Paik Award 2014, mit dem neu geschaffenen Edward Munch Art Award ausgezeichnet. Der vom Munch Museum in Oslo initiierte und vom norwegischen Öl- und Gaskonzern Statoil finanzierte internationale Preis ist mit 500.000 Norwegischen Kronen (rund 53.000 Euro) dotiert und wird am 12. Dezember verliehen. Als Zeichen der Wertschätzung von Edvard Munchs Bedeutung für die Kultur der Gegenwart richtet er sich an junge Kunstschaffende von höchstens 40 Jahren, die sich in den vergangenen fünf Jahren durch ihr besonderes Talent hervorgetan haben. Die Auszeichnung ist mit einer Sonderausstellung im Munch Museum verbunden.


Camille Henrot, Jahrgang 1978, beschäftigt sich mit ethnographischen, naturhistorischen und aktuellen geopolitischen Themen gleichermaßen. Sie sammelt Informationen und fächert diese in skulpturalen multimedialen Werken auf, die sich durch eine poetische Dichte wie auch durch dokumentarische Genauigkeit auszeichnen.


Foto: Joakim Bouaziz



„Nichts ist dauerhafter als ein Loch“ – unter diesem Titel präsentiert Paul Schwer ab dem 29. November seine neuen dynamischen Figuren in der Galerie Ebbers in Kranenburg, die zuvor im Frühjahr in London zu sehen waren. Schwer – 2015 als Stipendiat der Kunststiftung NRW in Istanbul – lässt auch Impressionen aus der türkischen Metropole in seine neuen Arbeiten einfließen, etwa Menschen am Bosporus, die auf einer seiner Skulpturen als schwarz-graue Schemen hinter den Farbschichten sichtbar werden.


Foto: RPO




Christoph Wenzel stellte seinen neuen Lyrikband „lidschluss“, erschienen in der Edition Korrespondenzen, im Rahmen von Literadio auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vor. Hören Sie hier den Mitschnitt vom 16. Oktober 2015.


Mit fotografischer Genauigkeit und Empathie zeichnen die Gedichte das Leben im rheinischen Braunkohlerevier nach und führen in die Geisterdörfer einer Gegend, deren Wüstungen von invasiver Energiegewinnung zeugen.



Christoph Wenzel stammt aus Hamm, studierte Germanistik und Anglistik an der RWTH Aachen und wurde dort promoviert. Er arbeitet als Autor, Herausgeber und Universitätsangestellter in Aachen, ist Mitbegründer und -herausgeber der Literaturzeitschrift [SIC] und betreibt gemeinsam mit Daniel Ketteler den [SIC] - Literaturverlag. Er schreibt Lyrik und Essays, die in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht sind. Für seine Gedichte erhielt er verschiedene literarische Stipendien und Preise, unter anderem den Förderpreis des Landes NRW. Christoph Wenzel war Literaturstipendiat der Kunststiftung NRW und ist in der Lyrik-Anthologie „stadtlandfluss“ als Autor vertreten.




Gunther Geltinger, Literaturstipendiat der Kunststiftung NRW, erhält den August Graf von Platen Preis 2015 für seinen Roman Moor. In der Begründung der Jury heißt es: „Dieser atmosphärisch dichte und düstere Adoleszenz-Roman wird aus der ungewöhnlichen Perspektive der Landschaft erzählt, wobei das vielschichtige Moor zu einer großen sinnlichen Metapher wird. Der ambitionierte, kunstvolle und schonungslose Roman erzählt auch von Dions Sehnsucht nach einer intakten Sprache. Denn wie für den Jungen im Roman ist auch für Gunther Geltinger Sprechen und Schreiben ein existenzieller Akt und seine Romane sind echte Sprachkunstwerke.“



Der August von Platen Literaturpreis wird alle zwei Jahre von der Stadt Ansbach gemeinsam mit dem Kulturverein Speckdrumm, dem Lions-Club Ansbach und der VR-Bank Mittelfranken West eG vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 10. November statt.




Literaturkritiker Denis Scheck, Moderator des Büchermagazins „Druckfrisch“ im Ersten, war jüngst auf der ARD-Bühne bei der Frankfurter Buchmesse voll des Lobes für „Rosenstengel“, Angela Steideles historischen Briefroman über Trug, Wahn, Leidenschaft und Irrsinn: „Der Autorin ist mit diesem Buch ein wirklich großer literarischer Wurf gelungen.“ Ein schönes Statement nicht nur für die Schriftstellerin, sondern auch für die Kunststiftung NRW, förderte sie doch die Entstehung des Romans mit einem Arbeitsstipendium für Angela Steidele.


Hier finden Sie Links zu zwei Gesprächen zwischen Denis Scheck und der Autorin: Am 18. Oktober 2015 auf der ARD-Bühne der Frankfurter Buchmesse und in der Sendung „lesenswert" im SWR-Fernsehen am 22. Oktober 2015.


Doch damit nicht genug: Inzwischen wurde der Roman für den Bayerischen Buchpreis 2015 nominiert.





Zwei Autorinnen, die der Kunststiftung – u. a. durch Arbeitsstipendien – eng verbunden sind, erfahren in diesem Monat von der SWR-Bestenliste besondere Würdigung:


Die Schriftstellerin Esther Kinsky erhält den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der SWR-Bestenliste“. Ihr jüngster Roman „Am Fluß“ stand im November 2014 auf der SWR-Bestenliste.


„Esther Kinsky erhält für ihren Roman 'Am Fluß' und für ihr Gesamtwerk den Preis der SWR-Bestenliste 2015. Die Erzählerin beobachtet den Lauf des River Lea im Osten Londons, seine Flora und Fauna und seine Menschen. In einer poetischen Sprache von besonderer Anmut und Präzision fängt Kinsky das moderne Leben in der Metropole ein, seine Verlorenheit wie seine Schönheit.“


Esther Kinsky wird außerdem am 6. November mit dem Kranichsteiner Literaturpreis 2015 ausgezeichnet.


Foto: Yves Noir


Die Autorin Judith Kuckart – ehemalige „Artist in Residence“ in Istanbul – ist im Oktober mit ihrem Roman „Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“ auf der SWR-Bestenliste vertreten (Platz 8).


Mehr Infomationen finden Sie hier.




Bereits zum 6. Mal wurde in diesem Jahr der george tabori preis verliehen. Erneut würdigte der Fonds Darstellende Künste freie Theater- und Tanzensembles von internationaler Strahlkraft. Was uns ganz besonders freut: Das von uns geförderte Bochumer kainkollektiv erhielt den Förderpreis in Höhe von 10.000 Euro. Die Kompanie sei immer nah an der Wirklichkeit der Menschen und schaffe „ästhetische Erkenntnisräume, in denen konkrete gesellschaftliche Realitäten zu künstlerischen, vielschichtigen Erfahrungen transformiert werden“, so die Jurybegründung. Der Hauptpreis ging an das Berliner Performance-Kollektiv She She Pop.


george tabori preis – Skulptur von Christian Peschke




Angela Steidele und Jürgen Nendza auf der SWR-Bestenliste im September

 

Gleich zwei Autoren aus dem Netzwerk der Kunststiftung NRW stehen im September auf der SWR-Bestenliste: Der Debüt-Roman von Angela Steidele „Rosenstengel“, kürzlich im Berliner Verlag Matthes & Seitz erschienen, erobert auf Anhieb einen der vorderen Plätze der renommierten Literatur-Liste. Angela Steidele erhielt ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW. Und der Lyrikband „Mikadogeäst“ von Jürgen Nendza, erschienen im Poetenladen Verlag, erhielt eine persönliche Empfehlung des Literaturkritikers Hajo Steinert.


Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Rosenstengel lebt als Mann verkleidet mit einer Frau zusammen. Als ihr falsches Spiel auffliegt, wird sensationsträchtig eine lederne Penisattrappe im Gerichtssaal präsentiert – 1721 wird Catharina Linck deshalb hingerichtet. Dieser Skandal wäre wohl auch heute einer. Und so ist das Buch Teil der Diskussion darüber, ob die Begriffe „Mann“ und „Frau“ wirklich jedem Menschen eindeutig zugeordnet werden können.

Angela Steidele, geboren 1968, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim, wurde in Siegen promoviert und lebt in Köln. Ihre wissenschaftliche Arbeit widmete sie Liebesgeschichte(n) gegen den Strom, so in ihren Büchern „In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel“ (2004) und „Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens“ (2010). Mit ihrem literarischen Debüt „Rosenstengel“ geht sie einen Schritt weiter und lässt Wissenschaft zu Kunst werden und Kunst zu Wissenschaft. Bei der Recherche für ihr Buch über Catharina Linck fand sie im Geheimen Staatsarchiv zu Berlin den Besucherzettel von Franz Carl Müller, was beweist: Leben ist auch nur Kunst.


„’Gedichte aus 20 Jahren’ des stillen, aber bemerkenswerten Lyrikers Jürgen Nendza: Schwebend, aber stets zum Greifen nahe, kommen seine Sprachbilder, die immer auch Gedankenbilder sind, daher. Über die Liebe zu schreiben, die Natur und die Eigenwilligkeit der Erinnerungen ohne in Schwermut zu verfallen – das ist seine Kunst. Es sind schöne, leichte, ernste Gedichte eines Poeten, der es versteht, Herz und Verstand gleichermaßen aufzuwühlen."

Jürgen Nendza, geboren 1957 in Essen, lebt in Aachen und Vaals (NL). Studium der Germanistik und Philosophie; Promotion. Lyrik, Prosa, Hörspiel, Features, Herausgaben. Er wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Lyrikpreis Meran, einem Literaturstipendium der Kunststiftung NRW und dem Amsterdam-Stipendium. 2012 erschien im poetenladen Verlag sein Gedichtband „Apfel und Amsel“ (2. Auflage als Taschenbuch 2014). 2014 gab Jürgen Nendza zusammen mit Hajo Steinert die Lyrik-Anthologie Stadtlandfluss heraus.




Das amerikanische Künstlerduo Calla Henkel und Max Pitegoff erhält den ars viva Preis 2016, die renommierte Auszeichnung des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft. „Die diesjährigen Preisträger spiegeln ihre direkte Erfahrungswelt. Das Private wird politisch und führt zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen", so der Vorsitzende des Gremiums Bildende Kunst im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft, Ulrich Sauerwein. Zusammen mit den weiteren Preisträgerinnen Flaka Haliti und Hanne Lippard präsentieren Pitegoff und Henkel ab 9. Oktober 2015 ihre Arbeiten in der Städtischen Galerie Karlsruhe. Henkel und Pitegoff haben 2014 für das Projekt „25/25/25“ eine mehrteilige Arbeit für das Museum Morsbroich in Leverkusen realisiert.


Foto: Joseph W. Ohlert




Das Akrobaten- und Choreografenduo Overhead Project wird vielfach ausgezeichnet: Es erhält den Förderpreis des Landes NRW 2015, den Berner Tanzpreis 2015 für das Duett „(How To Be) Almost There“, wurde mit „Carnival of the body“ für den Kölner Tanzpreis 2015 nominiert und tritt in der aktuellen Spielzeit eine Gastchoreografie am KonzertTheater Bern an. Tim Behren und Florian Patschovsky, die seit 2008 Stücke an der Grenze von Zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Performance entwickeln, wurden von der Kunststiftung NRW 2014 für „Carnival of the body“ gefördert und sind auch in diesem Jahr wieder im Förderprogramm der Stiftung.


 Foto: Ingo Solms




Dorothee Oberlinger, Star unter den Blockflötisten und mit ihren Projekten immer einmal wieder Förderempfängerin der Kunststiftung NRW, erhält den ECHO Klassik. Sie wird in diesem Jahr zusammen mit dem Ensemble 1700, Vittorio Ghielmi und Il suonar parlante für die Kammermusikeinspielung des Jahres in der Rubrik Musik bis inklusive 17./18. Jahrhundert ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 18. Oktober 2015 im Rahmen einer festlichen Gala im Konzerthaus Berlin statt und wird noch am selben Abend im ZDF ausgestrahlt.


Foto: Johannes Ritter




Klangspuren Schwaz, das Tiroler Festival für Neue Musik, gibt Einblicke in das Universum des Harry Partch und sein hochkomplexes Tonsystem. Nachdem das Schlüssel- und Spätwerk des Komponisten, „Delusion of the Fury“, bei der Ruhrtriennale 2013 dank der Förderung durch die Kunststiftung NRW szenisch Furore machen konnte, ist der Außenseiter und Pionier der amerikanischen Avantgarde allenthalben präsent. In Schwaz präsentiert das Ensemble Musikfabrik am 25. September 2015 in „pitch 43_tuning the cosmos“ einmal mehr die Welt des Harry Partch mit ihrer eigenwilligen Harmonik und ihrem einzigartigen exotischen „Instrumentenzoo“, den der Komponist erfunden hat. Zur Aufführung kommen außerdem neue Werke, die für diese Instrumente geschrieben werden – Instrumente, die mit Hilfe der Kunststiftung für die Produktion der Ruhrtriennale nachgebaut wurden und seither einen Siegeszug um die Welt antreten.


Foto: Michelle V. Agins / New York Times




„Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“, ein Theaterstück für Kinder, das die renommierte Schriftstellerin Sibylle Berg im Auftrag der Kunststiftung NRW für das Consol Theater Gelsenkirchen verfasst hat, geht nach der Uraufführung im Jahr 2014 auf Reisen: Im Rahmen des Festivals „Spielarten“ (13.9. – 27.11.2015), das zeigt, was Freies Theater für junges Publikum kann, wird die Produktion in Bergheim, Herne und Köln zu sehen sein.


Foto: Katharina Lütscher




Für das Schumannfest Düsseldorf haben der norwegische Star-Trompeter Nils Petter Molvær und die Kuratorin Beate Schüler mit Unterstützung der Kunststiftung NRW eine begehbare Klang- und Lichtinstallation im Nachtwald kreiert. Das Projekt „Lucid Dream“ erlebte im Mai 2014 seine Uraufführung. Bei einbrechender Dunkelheit betraten die Besucher diesen außergewöhnlichen und einzigartigen „Konzertsaal“ und bewegten sich durch Klänge, Licht und Finsternis, durch die hellen, beglückenden und die dunklen, gefährlichen Tiefen unserer Träume. Inzwischen hat das Projekt international für Aufmerksamkeit gesorgt: Ab dem 10. September 2015 versetzt „Lucid Dream“ das Publikum beim Ultima Oslo Contemporary Music Festival im Ekebergpark in Erstaunen.


Foto: Pekka Stokke


Allgemeine Informationen: www.luciddream.no




In Zusammenarbeit mit der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) bietet die Kunststiftung NRW Stipendien für einen sechsmonatigen Studien- und Arbeitsaufenthalt beim Ensemble Modern, dem deutschen Spitzenensemble für zeitgenössische Musik, für junge hochbegabte Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten und Klangregisseure aus NRW an. Einige unserer Stipendiaten sind beteiligt, wenn das IEMA-Ensemble 2014/15 vom 10. bis 26. September 2015 mit sieben Konzerten in in Utrecht, Frankfurt und Karlsruhe seinen Masterstudiengang „Zeitgenössische Musik“ beschließt.


Copyright: IEMA




Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturpreis geht 2015 an Esther Kinsky. Die 1956 in Engelskirchen geborene Schriftstellerin und Übersetzerin lebt heute in Berlin. Sie erhält den Preis in Anerkennung ihres bisherigen Werks unter besonderer Berücksichtigung des Romans „Am Fluss“. Esther Kinsky ist nicht nur ehemalige Stipendiatin der Kunststiftung NRW, sondern war auch an dem dreisprachigen lyrischen Übersetzungsprojekt und der daraus entstandenen Publikation “alles ist, alles ist, alles ist nur, was es ist“ sowie an der Publikation “Eigentlich Heimat“ beteiligt.


In der Begründung der Jury, der Maike Albath, Maria Gazzetti und Wilfried F. Schoeller angehören, heißt es: “... ein Roman von packender Intensität. Mit behutsamer Präzision nimmt Esther Kinsky armselige Geschäfte, schäbige Reihenhäuser, Stadtbrachen und sumpfige Treidelpfade in den Blick, entwirft die Topographie eines Londoner Vororts und stößt auf Spuren der eigenen Vergangenheit. Durch ihre bildhafte Sprache gewinnt sie den Randbezirken der Wirklichkeit, die zu Abbildern eines seelischen Zustandes werden, poetische Facetten ab. Ihre mäandrierenden Erkundungen folgen den Ausläufern des River Lea und spülen Geschichten von seltsamer Schönheit an die Oberfläche.“

Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird – zusammen mit weiteren Preisen – am 6. November 2015 um 19 Uhr im Literaturhaus in Darmstadt überreicht. Die Laudatio hält die Journalistin Susanne Mayer.


Foto: Yves Noir



Allgemeine Informationen finden Sie hier.




Kürzlich erschien in DIE ZEIT ein Artikel des Stipendiaten der Kunststiftung NRW, Gunther Geltinger. Unter dem Titel „Der Riss im Urvertrauen“ schreibt der Autor über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs und damit einer vermeintlichen Sicherheit. Gunther Geltinger erhielt 2010/2011 ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung für den Roman „Moor“, erschienen 2013 bei Suhrkamp.


Nirgendwo fühlen wir uns so sicher wie in unseren eigenen vier Wänden. Was, wenn diese Sicherheit porös wird? In Köln ist der Alptraum des Stürzens immerzu präsent.


Foto: Tobias Bohm


Zum Artikel




Die Kölner Choreografin Stephanie Thiersch und ihre Kompanie MOUVOIR sind für den George-Tabori-Preis nominiert, der vom Fonds Darstellende Künste vergeben wird. Mit dem Preis werden seit 2010 freie Theater- und Tanzschaffende geehrt, die kontinuierlich und erfolgreich arbeiten, überregionale und internationale Ausstrahlung haben, beispielhaft für die Weiterentwicklung der darstellenden Künste stehen und vom Fonds Darstellende Künste bereits gefördert wurden.

Die Arbeiten von Stephanie Thiersch werden seit vielen Jahren regelmäßig von der Kunststiftung NRW gefördert.


Foto: Jean Marc Douillard




Raphaela Vogel, deren zur Zeit laufende Ausstellung im Bonner Kunstverein von der Kunststiftung NRW unterstützt wird, hat am 18. Juni den Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) erhalten.




Wie im April bekanntgegeben wurde, erhält das amerikanische Künstlerduo Calla Henkel & Max Pitegoff den renommierten ars viva-Preis 2016 des Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft. „Die Preisträger spiegeln ihre direkte Erfahrungswelt. Das Private wird politisch und führt zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen“, so der Vorsitzende des Gremiums Bildende Kunst im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft, Ulrich Sauerwein.


Zusammen mit den weiteren Preisträgerinnen Flaka Haliti und Hanne Lippard präsentieren Pitegoff und Henkel ab 9. Oktober 2015 ihre Arbeiten in der Städtischen Galerie Karlsruhe.


Henkel und Pitegoff haben für das Projekt "25/25/25" eine mehrteilige Arbeit für das Museum Morsbroich in Leverkusen realisiert.

 

Foto: Joseph W. Ohlert