Performing Arts
- Individuelle Förderung



Das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste startet im Juni 2018 erstmals ein Mentoring-Programm, gefördert durch die Kunststiftung NRW. Dieses ermöglicht erfahrenen freien Ensembles und Kollektiven aus Nordrhein-Westfalen für die Dauer von einem Jahr produktionsunabhängig mit einer Mentorin oder einem Mentoren ihrer Wahl zusammen zu arbeiten.

Die Freien Darstellenden Künste haben sich trotz größtenteils schwieriger Arbeits- und Produktionsbedingungen in den letzten 10 Jahren zu einer stabilen 2. Säule neben den traditionellen Institutionen der Stadttheater etabliert. Es mangelt dennoch nach wie vor an auskömmlichen Produktionsbedingungen, die zumindest die Honoraruntergrenze für Produktionszeiten garantieren. Es fehlen Förderformate, die kontinuierliches Arbeiten und Weiterentwicklung des künstlerischen Profils abseits der eigentlichen Produktionen ermöglichen. Es ist unzweifelhaft, dass gute künstlerische Arbeit die Möglichkeit zur freien Reflektion über die eigene Arbeit braucht. Dies gilt insbesondere auch für erfahrene Akteurinnen und Akteure, die schon länger ihren Beitrag zur Kulturlandschaft in NRW leisten. Das Mentoring-Programm richtet sich daher an die Vielzahl von Gruppen, Ensembles und künstlerischen Kollektiven in NRW, die seit Jahren zuverlässige, ideenreiche Arbeit leisten.

Das Mentoring soll ausschließlich Kollektiven und Ensembles zur Verfügung stehen, wobei im Einzelfall auch die Förderung einzelner Mitglieder von Formationen ermöglicht werden sollte, wenn diese dem Gesamtprofil von Gruppe, Ensemble, Kollektiv dienen.
Die Förderung sollte ausdrücklich als Phase des Experiments deklariert werden. Außergewöhnliche Konstellationen, z.B. eine wissenschaftliche Begleitung einer Arbeit, außergewöhnliche interdisziplinäre Verbindungen mit anderen Sparten, spezielle Trainings, Konfliktlösungsansätze, interkulturelle Sprach- und Sprechlösungen, etc. sind möglich. Als Mentorinnen und Mentoren kommen Expertinnen und Experten aus allen dezidiert künstlerischen Bereichen, aber ausdrücklich auch aus ganz anderen Disziplinen wie den Wissenschaften, dem Sport, der Wirtschaft, etc. infrage. Das Mentoring dient sowohl der Vertiefung und Erweiterung bestehender Arbeitsansätze und Konzeptionen als auch der Erschließung neuer Ideenfelder. Es ist ausdrücklich nicht als Ersatz für unmittelbare Produktionsarbeiten gedacht. Wie und wo sich Ensembles / Gruppen und Mentorinnen oder Mentoren begegnen, und ob Workshops, Klausuren oder moderierte Gespräche stattfinden, obliegt den Antragstellern selbst. Bedingung für die Förderung ist jedoch eine kontinuierliche Arbeit, die nachhaltige Wirkung auf die künstlerische Arbeit ermöglicht. Die Arbeitsprozesse werden vom NRW Landesbüro begleitet.


Bewerbung


Gruppen und Ensembles, die in Nordrhein-Westfalen ihren Arbeitsschwerpunkt haben und professionell und frei arbeiten, können sich beim NRW Landesbüro mit einer Konzeption (max. 2 Din A4 Seiten) sowie Informationen zu der Gruppe/dem Ensemble und ihrer bisherigen Arbeit bewerben (max. 1 Din A4 Seite).
Die Förderhöhe beträgt pro Ensemble 8.000-12.000,- €.

In einem Kosten- und Finanzierungsplan sollten das Honorar der Mentorin/des Mentors, Honorare für Gruppenmitglieder sowie Sachkosten (Raummiete, Materialkosten, Reisekosten, evtl. Übernachtungskosten) aufgeführt werden. Es sind auch Konzepte mit mehreren Mentorinnen oder Mentoren möglich. Die Honoraruntergrenze ist zu berücksichtigen. Es handelt sich um eine Festbetragsförderung, die mit produktionsorientierten Fördertöpfen nicht vereinbar ist.
Ein Fachgremium von fünf mit der Szene vertrauten Expertinnen/Experten wird im Juni sechs bis zehn Ensembles bestimmen, die an dem Mentoring-Programm teilnehmen können.


Bewerbungen können per Mail an h.ewert@nrw-lfdk.de geschickt werden.
Deadline ist der 20. Mai (23:59 Uhr).


Nachfragen und Beratung:

Helene Ewert, Organisation Mentoren-Programm, h.ewert@nrw-lfdk.de,
Harald Redmer, Leitung NRW Landesbüro, h.redmer@nrw-lfdk.de, Tel. 0231-47429210


Das Programm ist eine Initiative der Kunststiftung NRW.

Die Ausschreibung als download finden Sie hier




Die Kunststiftung NRW und die Pina Bausch Foundation haben gemeinsam ein Stipendienprogramm entwickelt, um als Tanzland NRW im globalen Kontext Verantwortung für eine weitere Professionalisierung der Ausbildung zu übernehmen. Das Pina Bausch Fellowship ermöglicht Tänzerinnen und Tänzern sowie Choreografinnen und Choreografen weltweit, als Mitglied auf Zeit in einem Ensemble ihrer Wahl neue tänzerische Ausdrucksweisen kennenzulernen oder sich mit der Arbeitsweise eines renommierten Choreografen bzw. einer Choreografin auseinanderzusetzen. Dies soll dazu beitragen, ihr eigenes Bewegungsrepertoire zu erweitern und neue, individuelle Ausdrucksweisen zu finden – um damit ihre persönliche künstlerische Entwicklung zu beflügeln. Die Erfahrungen dieses Prozesses und dessen Arbeitsergebnisse stellen die Stipendiatinnen und Stipendiaten abschließend in einer künstlerischen Präsentation in Wuppertal öffentlich vor.

Das Stipendium wird international ausgeschrieben. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt durch eine eigens zusammen-gestellte Jury.

Der Aufenthalt dauert zwischen drei und sechs Monate und umfasst eine monatliche Zuwendung sowie die Reisekosten. Es werden bis zu vier Stipendien pro Jahr vergeben.


Informationen und Bewerbungen




Für den Zeitraum von sechs Monaten vergibt die Kunststiftung NRW an eine Choreografin/einen Choreografen bzw. eine Tänzerin/einen Tänzer, die ihren Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen haben, ein Stipendium in Istanbul. Die Ausschreibung richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben und erste Berufserfolge vorweisen können. Die Vergabe erfolgt auf Grund der künstlerischen Qualität des für den Aufenthalt eingereichten Projektvorschlages bzw. Arbeitsvorhabens.

Es besteht Residenzpflicht.

Ziel des Stipendiums in Istanbul ist es, einen Austausch von Tanzschaffenden aufzubauen. Die Stipendiatin/der Stipendiat soll die Situation und Entwicklung der Tanzszene vor Ort kennenlernen, Kontakte aufnehmen und vertiefen, Ideen und Anregungen austauschen und nach der Rückkehr neue Impulse in die jeweilige Tanzszene einbringen.

Das Stipendium beinhaltet die kostenlose Nutzung eines Wohnateliers in dem Stadtteil Galata Beyoglu und eine Pauschale für Lebenshaltungskosten und Material in Höhe von monatlich 1.200,- Euro über einen Zeitraum von 6 Monaten. Hinzu kommen einmalig bis zu 600,- Euro für die Flugkosten.

 


Hinweis:

Bitte senden Sie Anträge bzw. Bewerbungen ausschließlich per Post an:

Kunststiftung NRW

Roßstraße 133

40476 Düsseldorf


Per E-Mail eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.




Für den Zeitraum von sechs Monaten vergibt die Kunststiftung NRW an eine darstellende Künstlerin/einen darstellenden Künstler, die ihren Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen haben, ein Stipendium in Istanbul. Die Ausschreibung richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler, die bereits öffentliche Anerkennung erfahren haben und erste Berufserfolge vorweisen können. Die Vergabe erfolgt auf Grund der künstlerischen Qualität des für den Aufenthalt eingereichten Projektvorschlages bzw. Arbeitsvorhabens.

Es besteht Residenzpflicht.

Ziel des Stipendiums in Istanbul ist es, einen Austausch von Theaterschaffenden aufzubauen. Die Stipendiatin/der Stipendiat soll die Situation und Entwicklung der Theaterszene vor Ort kennenlernen, Kontakte aufnehmen und vertiefen, Ideen und Anregungen austauschen und nach der Rückkehr neue Impulse in die jeweilige Theaterszene einbringen.

Das Stipendium beinhaltet die kostenlose Nutzung eines Wohnateliers in dem Stadtteil Galata Beyoglu und eine Pauschale für Lebenshaltungskosten und Material in Höhe von monatlich 1.200,- Euro über einen Zeitraum von 6 Monaten. Hinzu kommen einmalig bis zu 600,- Euro für die Flugkosten.



Hinweis:

Bitte senden Sie Anträge bzw. Bewerbungen ausschließlich per Post an:

Kunststiftung NRW

Roßstraße 133

40476 Düsseldorf


Per E-Mail eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.